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„Team Germany“ mit (hinten von links) Wolfgang Weis, Maximilian Molitor, Gotthard Schwender, Hendrik Wörner sowie (vorne von links) Linus Hofmeier und Paul Bessler mit den errungenen Medaillen und Pokalen.

Forsttechniker holen zwei Goldmedaillen für Deutschland

Vom 24. bis zum 26. Mai 2018 fanden in Sopron, Ungarn, die 17. Europameisterschaften der forstlichen Schulen statt. Deutschland wurde von einem vierköpfigen Team der Bayerischen Technikerschule für Waldwirtschaft aus Lohr a. Main vertreten.

Die Mannschaft erreichte in der Königsdisziplin, dem sogenannten Forstparcours, unter 21 Nationen mit deutlichem Vorsprung den ersten Platz. Austragungsort der Europameisterschaften war Sopron mit der dortigen Forstschule Ungarns. Der forstliche Wettkampf bestand aus einem technischen (fünf Motorsägendisziplinen analog den Waldarbeitsmeisterschaften) und einem fachpraktischen Teil, dem Forstparcours.

Die Bayerische Technikerschule in Lohr stellte das Team

Die Bayerische Technikerschule für Waldwirtschaft in Lohr stellte das „Team Germany“. Es nahmen als Wettkämpfer teil: Paul Bessler aus dem Saarland, Linus Hofmeier aus Baden-Württemberg, Maximillian Molitor aus Nordrhein-Westfalen und Hendrik Wörner aus Bayern. Begleitet wurden die vier Wettkämpfer von Fachlehrer Wolfgang Weis als Teamleiter und Trainer für den Forstparcours sowie Gotthard Schwender, dem Trainer in den Motorsägendisziplinen.

Am Wettkampf nahmen forstliche Schulen aus 21 Ländern Europas mit jeweils 4 Wettkämpfern im Alter zwischen 17 und 25 Jahren teil. Vertreten waren Belgien, Estland, Deutschland, Finnland, Frankreich, Italien, Kroatien, Lettland, Litauen, Luxemburg, Niederlande, Norwegen, Österreich, Polen, Rumänien, Russland, Schweden, Schweiz, Serbien, Slowenien und Ungarn als Gastgeberland. Zum ersten Mal war in diesem Jahr auch eine Schule aus Russland beim Wettkampf vertreten.

Forsttechniker bewältigten 16 Aufgaben

Am ersten Tag im Forstparcours waren 16 Aufgaben zu bewältigen. Dazu gehörten z.B. Alters- und Durchmesserbestimmungen an Bäumen, Volumen-, Vorrats- und Flächenermittlungen, Kenntnisse zu Bäumen, Wildtieren, Holzarten und Schädlingen, aber auch der Umgang mit Erste-Hilfe-Situationen. Dabei waren die Wettkämpfer als gut zusammenarbeitendes und harmonisierendes Team gefordert. Mit nur einfachsten Hilfsmitteln ausgestattet, wie einem 1 Meter langen Relaskopstab, Schreibpapier und Bleistift, mussten die Aufgaben gelöst werden.

Dieser Wettkampf fand in den Mischwäldern rund um Sopron statt. Fundiertes forstpraktisches Wissen und dessen Anwendung ist hier gefragt. Auf dem heuer über fünf Kilometer langen und von starken Höhenunterschieden geprägten Forstparcours ist zudem eine gute körperliche Fitness mitentscheidend, da dieser in einem vorgegebenen Zeitrahmen zu absolvieren ist und Zeitüberschreitungen Strafpunkte nach sich ziehen.

In den Motorsägendisziplinen (Kettenwechsel, Kombinations- und Präzisionsschnitt, Fällung und Entasten) wurden die Teilnehmer der Technikerschule vom vielfachen deutschen Meister der Waldarbeiter, Gotthard Schwender aus Gräfendorf, trainiert. Mit einer Goldmedaille im Präzissionsschnitt und der Bronzemedaille in der Gesamtwertung der technischen Disziplinen, jeweils errungen durch Linus Hofmeier, war das Team hochzufrieden.

Alle Teilnehmer und Schiedsrichter waren von der hervorragenden Organisation und Gastfreundschaft der veranstaltenden ungarischen Forstkollegen beeindruckt. Besucher aus der gesamten Region kamen zu dem Event. Für das Team aus Lohr wird neben dem Wettkampf das Kennenlernen vieler Teilnehmer der anderen Nationen dauerhaft in Erinnerung bleiben.

Die Begleiter schätzen die Vertiefung forstlicher Kontakte zu anderen europäischen Schulen. Im Rahmen solcher Veranstaltungen wächst Europa ein Stück weiter zusammen. Unterstützt wurde das deutsche Team in diesem Jahr von den Sponsoren Stihl, Unterreiner Forstgeräte GmbH und der Keiler Bier GmbH.

Ausrichter der nächsten Europameisterschaft der forstlichen Schulen ist Schweden. „Wir werden wieder fleißig trainieren.  So können wir auch 2019 ein schlagkräftiges Team auf die Beine zu stellen“, so der Ausblick der Lohrer Verantwortlichen.

Bayerische Forstschule

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