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Das aktuelle Heft. Forst&Technik.

Die Oktober-Ausgabe der Forst & Technik hat folgende Themen:

  • DLG-Waldtage: Eine Forstmesse auf Wachstumskurs
  • Erstdurchforstung: Ein Pflegekonzept aus Baden-Württemberg
  • Großforwarder: Der Harz hat einen Elefanten

Eine glatte Eins

Das Wetter ist die halbe Miete.Eigentlich ist es sogar mehr als die halbe Miete. Das traf auf jeden Fall auf die DLG-Waldtage zu, die Mitte September zuende gingen. Bei Regen hätten sich nicht nur weniger Menschen auf das Messegelände bei Lichtenau verirrt. Auch die Stimmung wäre schlechter gewesen, wenn man sich mit dem Regenschirm und mit verdreckten Schuhen durch den Matsch hätte quälen müssen. Obwohl: dieses Jahr hätte der gar keine Chance gehabt, denn alle unbefestigten Wege waren mit Schwerlastplatten aus Aluminium abgedeckt. Damit hat die DLG wahrscheinlich neue Maßstäbe für Outdoormessen gesetzt. Es gab sogar eine Wegstrecke, auf der die Platten doppelt nebeneinander verlegt waren und eine luxuriös breite Promenade bildeten. Sie mussten ihre Tauglichkeit nicht unter Beweis stellen. Es hätte aber kaum etwas passieren können: sie waren schließlich mit Nut und Feder miteinander verbunden und obendrein auch noch am Boden verschraubt. Bei den verregneten Waldtagen vor zwei Jahren war dagegen der Schlamm zwischen den damals verwendeten Kunststoffplatten hindurchgequollen. Wir in der Redaktion vergeben wir dafür eine glatte Eins.

Ich weiß nicht, wie es Ihnen ergangen ist, aber ich habe früher nicht jede Woche eine Eins aus der Schule nach Hause gebracht. Wie das bei Sascha Böhl war, ist nicht bekannt. Sollte er das Hochgefühl nach einer solchen Benotung nicht kennen, so muss er es vor, auf und nach den DLG-Waldtagen aber verspürt haben. Dort haben wir den jungen Familienvater als Forstunternehmer des Jahres ausgezeichnet. Schon die Nominierung brachte ihm in der Region einigen Ruhm ein, weil mehrere Tageszeitungen über seine Kanditatur berichtet haben und sogar der WDR in der Lokalzeit Südwestfalen einen Film über ihn ausgestrahlt hat. Dass der Deutsche Waldpreis eine so große Aufmerksamkeit hervorgerufen hat, mag auch daher rühren, dass der Wald wegen des Klimawandels und der großen Waldschäden eine besondere Bedeutung hatte. Sicher ist aber, dass auch die Interessengemeinschaft Forst (IG Forst) die Werbetrommel gerührt hat. „Ich habe Mann und Maus in Westfalen klar gemacht, damit das Online-Voting für unser Mitglied Sascha gut ausgeht“, schildert ihr Vorsitzender Alfred Spiekermann. Selbst nach der Preisverleihung kehrt offenbar keine Ruhe bei den Böhls ein. Wie wir gehört haben, haben zuletzt der Bürgermeister und der Landrat angekündigt, ihn in das Rathaus einzuladen. Ich muss schon sagen, mich beeindruckt die Resonanz auf unseren Preis durchaus.

Artikel aus der Forst & Technik Redaktion

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