Newsletter
ABO
Zeitschriften
Service

Das aktuelle Heft. Forst&Technik.

Die September-Ausgabe der Forst & Technik hat folgende Themen:

  • Ecolog 548F: Weltpremiere für den 16-Tonner
  • HSM 805HDZL: Ein Skidder mit 10-m-Kran
  • Komatsu 825TX: Der lang ersehnte Neuntonner

Historisch

Anfang September bin ich nach Helsinki geflogen. Es war corona-­bedingt mein erster Flug seit Anfang März. Von dort ging es mit dem Mietauto nordwärts nach Jämsä, wo vom 3. bis 5. September die FinnMetko stattfinden sollte. Das funktionierte einerseits trotz der Corona-Beschränkungen fast so wie immer. Andererseits war dieses Jahr aber vieles anders. Am Airport und im Flugzeug war es leer. Auf jeder Seite der Sitzreihe saß nur eine Person, und man trug Mundschutz. Es gab wieder eine Pass­kontrolle, bei der mir etwas mulmig war, weil ich nicht nachweisen konnte, dass ich beruflich reiste. Unterwegs hatte ich gelesen, dass die finnische Regierung allen Einreisenden zwei Wochen Quarantäne nahelegt.

Auch die FinnMetko war dieses Jahr anders als sonst. Zum Beispiel kann man ihr ohne zu übertreiben das Prädikat historisch verleihen. Sie war schließlich die einzige Forstmesse von Rang, die dieses Jahr statt­gefunden hat, während dem Virus anderswo jede Menge klangvoller Namen zum Opfer gefallen war: im April die Forst Live und die Silva Regina in Brünn, im Juni die Libramont in Belgien und Anfang Juli die KWF-Tagung. Im Früherbst folgten die Eko-Las in Polen, die Internationale Holzmesse in Klagenfurt, die APF-Show in England und die RegioForst Chemnitz.

Ungewöhnlich war vor allem der Zuspruch der Messe. Im Vergleich zur letzten Veranstaltung blieben zwei Drittel der Besucher aus, und die Hälfte der Aussteller verzichtete darauf, Neuheiten vorzustellen – und zwar nicht nur die großen, international aufgestellten Unternehmen, sondern auch viele kleine. Dabei war die FinnMetko dieses Jahr eine einmalige Gelegenheit und zählt noch dazu zu den Outdoormessen, auf denen man sich aus dem Weg gehen kann. Das Infektionsgeschehen war gering, und der Veranstalter hatte sich alle Mühe gegeben, damit Besucher und Austeller die Distanz- und Hygiene­vorschriften einhalten konnten. Auf dem Messe­gelände gab es zahlreiche Schilder, die auf die Corona­regeln hinwiesen, vor allen Toiletten und Imbissen waren Spender mit Desinfektionsmittel aufgestellt.

Bei all den Messeabsagen und angesichts des geringen Zuspruchs auf der FinnMetko kommt man ins Grübeln, was die Messetermine des nächsten Jahres angeht. Die Infektionszahlen steigen wieder, die kalte Jahreszeit steht vor der Tür, und wann es für alle einen Impfstoff geben wird, bleibt ungewiss. Die Elmia Wood hat bereits die Notbremse gezogen und findet erst wieder 2022 statt. Das mag noch andere Gründe haben als Corona. Aber ob in absehbarer Zeit wirklich wieder ein normales Messeleben aufkommt, ist keineswegs gewiss, auch wenn sich alle wieder nach einer ganz normalen Forstmesse sehnen.

Artikel aus der Forst & Technik Redaktion

von