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Forstsaatgut-Ernte in Brandenburg

Wie das Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt und Klimaschutz des Landes Brandenburg informiert, gab es in diesem Jahr gute Ergebnisse bei der Saatguternte bei Rotbuche und Rot-Eiche. Einen Totalausfall war bei den heimischen Eichenarten zu verzeichnen.

Die Qualität des diesjährigen Saatgutes ist allerdings nicht zufriedenstellend. Die auch in diesem Jahr auftretende Sommertrockenheit führte teilweise zu einer Notreife. Zur Zeit der Ernte fielen dann häufig Niederschläge, was die zu Boden gefallenen Früchte anfällig für Pilze machte.

Saatgut-Rekordernte bei Rotbuche

Ab Mitte September, und damit in diesem Jahr 14 Tage früher, wurden in den zugelassenen Saatgutbeständen der Rotbuche Netze ausgelegt. Der Fruchtfall war je nach Witterung etwa Mitte Oktober abgeschlossen. Danach wurden die Netze geborgen und das Erntegut grob gereinigt und gewogen. Die Ernte von insgesamt 53 t Saatgut ist die größte Erntemenge seit 1990 in Brandenburg.

Bei den heimischen Eichenarten reifte nach der guten Ernte des vergangenen Jahres kein Saatgut heran. Nur bei der aus Nordamerika stammenden Rot-Eiche lohnte sich die Ernte mit 14 t.

Bereits im August fand die Ernte der Douglasie statt. Das Pflücken der 20 t Zapfen in den Baumkronen erfolgte durch ausgebildete Zapfenpflücker oder durch den Einsatz von Hubarbeitsbühnen.

Kiefer und Lärche werden erst in den Wintermonaten geerntet.

9.800 ha zugelassene Saatgutbestände in Brandenburg

Die Ernte von Forstsaatgut erfolgt nur in zugelassenen Saatgutbeständen. Diese werden nach ihrem Gesundheitszustand, ihrer Qualität und Wuchsleistung bewertet. Nur so ist sichergestellt, dass die zukünftigen Bäume eine entsprechend breite genetische Vielfalt besitzen, um künftigen Eventualitäten gewachsen zu sein. Wer forstliches Saatgut erntet und an Dritte abgibt, muss sich deshalb an gesetzliche Vorgaben halten und strenge Auflagen erfüllen.

Alle zur Saatgutgewinnung zugelassenen Waldbestände sind im Erntezulassungsregister des Landes Brandenburg verzeichnet, 9.800 ha sind zur Ernte im Land Brandenburg zugelassen.

Mehr Informationen gibt es über die Landesstelle Forstliches Vermehrungsgut

Red./MLUK Brandenburg

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