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Forstreich-Funkkeil-Interforst2018

Forstreich keilt per Funk

Die technischen Fällhilfen haben ein gutes Stück mehr Sicherheit in die Waldarbeit gebracht. Neuerdings gehen Bestrebungen dahin, den Arbeiter während des Keilvorgangs möglichst ganz aus dem Fallbereich des Baumes zu bringen. Dazu ist eine Fernsteuerung nötig.

Forstreich Funkkeil

Die Schraubkeile von Forstreich aus Freiburg genießen in der Branche einen guten Ruf, weil sie sehr effizient arbeiten und robust sind. Ein besonderes Merkmal ist dabei die außenliegende Spindel. Genau diese macht es aber schwierig eine Antriebseinheit gegen den Keil abzustützen. Der Funkkeil TR 300, den Stefan Reichenbach auf der Messe Interforst im Sommer präsentierte, besitzt deswegen zwei Schienen, zwischen denen der Motor geführt wird. Dieser basiert auf dem Schlagschrauber Milwaukee CHIWF 34, wobei Reichenbach ein eigenes Gehäuse für die Integration der Funkeinheit und die Akkuaufnahme entwickelt hat. Nach dem Ansetzen des Keils kann der Fäller sich zurückziehen und aus sicherer Entfernung über eine handliche Funkfernbedienung den Keilvorgang kontrollieren. Zusammen mit dem dazugehörigen Tragegurt wiegt das Gerät ziemlich genau 10 kg, also rund 2 kg mehr als das Modell ohne Fernsteuermöglichkeit. Laut Stefan Reichenbach soll die Auslieferung in den nächsten Wochen beginnen. Das Set mit Ladegerät und zwei Akkus kostet rund 2 500 €. netto.

H. Höllerl

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