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Forstpräsident a. D. Herbert Müller

Forstpräsident a. D. Herbert Müller verstorben

Am 24. September 2018 verstarb Forstpräsident a. D. Herbert Müller im Alter von 91 Jahren.

Nach Kriegsdienst und Kriegsgefangenschaft war er zunächst als Waldarbeiter tätig und studierte dann Forstwissenschaften in Tharandt. Von 1955 bis zu seinem Ruhestand im Jahr 1991 stand Herbert Müller im Dienst der Bayerischen Staatsforstverwaltung. Sein beruflicher Weg führte über viele Stationen unterschiedlichster Aufgaben bis er ab April 1980 schließlich als Forstpräsident die Leitung der Oberforstdirektion Ansbach übernahm.

Verdienste

Forstpräsident Müller war vielseitig und einsatzfreudig. Energie und Geradlinigkeit prägten sein Handeln. Er war ein Forstmann aus Leidenschaft und eine echte Führungspersönlichkeit. Neben dem Aufbau stabiler Mischwälder gelang ihm mit der Ausweisung des Bannwaldes im Verdichtungsraum Nürnberg ein Meilenstein beim Erhalt der stadtnahen Wälder. Er trieb die flächendeckende Standorterkundung für den Privat- und Körperschaftswald in Mittelfranken voran und baute die forstliche Beratung für den Privatwald zusammen mit den Forstwirtschaftlichen Zusammenschlüssen aus. Das wachsende Interesse an Natur und Umwelt nutzte er zu geschickter Öffentlichkeitsarbeit, um das Bewusstsein der Menschen für den Wald zu schärfen.

1993 wurde Müller vom Bundespräsidenten mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet. Wir werden ihn in ehrender Erinnerung behalten.

Georg Windisch, Leiter der Bayerischen Forstverwaltung

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