Waldbau

Forstpflanzenzüchtung langfristig unterstützen

Bearbeitet von Mirjam Kronschnabl-Ritz

Die Forstpflanzenzüchtung nimmt eine wichtige Rolle bei der langfristigen Anpassung der Wälder an den Klimawandel ein. Dringender denn je wird hochwertiges und angepasstes Forstvermehrungsgut benötigt.

Entsprechende Empfehlungen zur „Stärkung der Forstpflanzenzüchtung“ legte jetzt die Arbeitsgruppe „Ressource Wald und Holz“ der Charta für Holz 2.0 des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) vor.

Langfristigkeit besonders wichtig

Für die Forstpflanzenzüchtung sollten langfristige Strukturen und dauerhafte Finanzierungsmöglichkeiten durch die Bundesregierung geschaffen werden. So lautet die Kernempfehlung zur Forstpflanzenzüchtung der Charta-Arbeitsgruppe „Ressource Wald und Holz“. Angesichts der gewaltigen Wachstumszeiträume von Wäldern sind v. a. Langfristigkeit, Ausgewogenheit und Kontinuität in der Züchtungsarbeit essenziell. Erst über größere Zeitspannen ließen sich für die Forstpraxis verlässliche Verwendungs- und Herkunftsempfehlungen ableiten und geeignete Quellen für Vermehrungsgut etablieren, heißt es in den Empfehlungen.

Finanzielle Unterstützung durch die Bundesregierung

Zudem sei es wichtig, neben drittmittelfinanzierter Projektförderung die Forstpflanzenzüchtung dauerhaft auch auf Bundes- und Länderebene finanziell zu unterstützen. Der Wortlaut der Empfehlungen zur „Stärkung der Forstpflanzenzüchtung“ der Arbeitsgruppe Ressource Wald und Holz der Charta für Holz 2.0 ist nachzulesen auf der Internetseite www.charta-fuer-holz.de.

Hintergrund:

Nicht alle heimischen Baumarten können sich an die rasanten klimatischen Änderungen schnell genug anpassen. Hier ist die Forstpflanzenzüchtung gefordert, zum Aufbau artenreicher Mischwälder mit hochwertigem Saat- und Pflanzgut von hoher Anpassungsfähigkeit, Wuchsleistung und Qualität beizutragen.

Wichtige Tipps für die Praxis

Quelle: FNR