Forstpolitik

Forstministerium unterstützt Naturschutzmaßnahmen und bei Waldschäden

Das Brandenburger Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt und Klimaschutz unterstützt weiterhin private und kommunale Waldbesitzerinnen und Waldbesitzer  mit Fördermitteln.

Die Förderrichtlinie zur „Bewältigung der durch Extremwetterereignisse verursachten Folgen im Wald“ wurde grundsätzlich überarbeitet, um Waldbesitzenden bei den weitreichenden klimabedingten Waldschäden Hilfe zu leisten.

Forstminister Axel Vogel: „Mit dem Wassermangel und den sich durch Trockenheit stark vermehrenden Schaderregern ist der Klimawandel mitten im Brandenburger Wald angekommen. Der Waldumbau und die Wiederbewaldung abgestorbener Baumbestände sind eine herausfordernde Aufgabe für die vielen Privatwaldbesitzer. Wir brauchen und unterstützen deshalb die rund 100.000 privaten Waldbesitzer in Brandenburg bei der Bewältigung der durch den Klimawandel verursachten Schäden. Denn nur so schaffen wir die Anpassung unserer Wälder an die Folgen des Klimawandels und die Verjüngung geschädigter Wälder.“

Das Umwelt- und Forstministerium reagiert mit der nun erfolgten Überarbeitung der Förderrichtlinie „Naturschutzmaßnahmen im Wald und Hilfsmaßnahmen zur Bewältigung der durch Extremwetterereignisse verursachten Folgen im Wald“ auf die voranschreitenden klimabedingten Waldschäden. Die zur Verfügung stehenden Mittel betragen 16 Millionen Euro im Jahr.

Die Richtlinie enthält neue Fördergegenstände, wie die bodenschonende Holzbringung mit Rückepferden sowie die forstfachliche Vorbereitung, Leitung und Koordinierung von Maßnahmen. Zudem hat das Umwelt- und Forstministeriums das Antragsverfahren vereinfacht, um den Waldbesitzenden eine schnellstmögliche finanzielle Unterstützung zukommen zu lassen.

Die Fördersätze wurden an die aktuellen Marktverhältnisse angepasst. Die Waldbesitzenden können nun mit höheren Zuwendungen kalkulieren, auf die Mittel zugreifen und so die Folgeschäden nach Extremwetterereignissen, wie zum Beispiel nach Stürmen oder auch nach lang anhaltenden Dürreperioden, besser abfedern.

Das Umwelt- und Forstministerium unterstützt weiterhin die Waldbesitzenden finanziell bei Naturschutzmaßnahmen im Wald. Dazu zählen beispielsweise der Erhalt von Totholz und Biotopbäumen als Lebensraum von Kleintieren und Insekten, aber auch die Sicherung des Erhaltungsgrades der Waldlebensraumtypen in Natura 2000-Gebieten sowie der dauerhafte Nutzungsverzicht von seltenen und deshalb besonders schützenswerten Waldlebensraumtypen.

Die Bewilligungsbehörde des Landesbetriebs Forst Brandenburg (LFB) übernimmt die forstfachliche Begleitung und die technische Umsetzung der Förderung nach dieser Richtlinie. Die Zuständigkeit für den Naturschutz im Wald liegt bei der obersten Naturschutzbehörde.

Weitere Hinweise: https://forst.brandenburg.de/lfb/de/ueber-uns/forstliche-foerderung/foerderung-vertragsnaturschutz-und-extremwettereignisse/

Das Antragsverfahren verständlich machen

„Forstwirtschaftlichen Zusammenschlüssen kommt im Kleinprivatwald dabei durch ihre Vermittlungs- und Bündelungsfunktion wieder eine entscheidende Rolle zu. Außerdem wird der Waldbauernverband mit seinen beiden Bildungsformaten Waldbauernschule und Waldtrainer_BB, das Antragsverfahren verständlich machen und fachliche praktische Tipps für die Waldarbeit geben. Gemeinsam kriegen wir die Situation im Wald in den Griff und die Kolleginnen der Hoheitsforstämter werden uns dabei hilfreich zur Seite stehen“, kündigt Enno Rosenthal, Vorsitzender Waldbauernverband Brandenburg an.

Im Projekt Waldtrainer-BB werden neue Methoden zur Qualifizierung von Waldbesitzenden und Führungskräften Forstwirtschaftlicher Zusammenschlüsse angewandt.
Im Projekt Waldtrainer-BB werden neue Methoden zur Qualifizierung von Waldbesitzenden und Führungskräften Forstwirtschaftlicher Zusammenschlüsse angewandt. Foto: Waldbauernschule Brandenburg

Die Kurse der Waldbauernschule Brandenburg finden am 19.02.2021 mit dem Projekt Waldtrainer_BB ihre online-basierte Fortsetzung beziehungsweise Ergänzung. Am kommenden Freitag ab 18.00 Uhr ist es soweit: Ein erstes Online-Angebot im Rahmen des Projektes Waldtrainer_BB geht auf Sendung. In seinem dort angebotenen Fachvortrag wird sich der Forstsachverständige Thomas Meyer dabei speziell mit der aktuellen Förderung für einen klima- und zukunftsicheren Wald befassen.

Die neuen Vorträge sind auf dem YouTube-Kanal der Brandenburger Waldbauernschule und auch über die Internetseite www.waldlust-brandenburg.de abrufbar. Anmeldungen sind direkt und auch über Facebook möglich.

Quelle: MULK/red