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(V.l.): M. Sandrock, Revierleiter Försterei Glashütte, Forstminister J. P. Albrecht, J.-B. Bosse, Abteilungsleiter und Leitung Sachgebiet Waldbau und Jagd bei den SHLF, T. Scherer, Direktor der SHLF

Forstminister Albrecht bei den SHLF

Der Klimawandel setzt mit extremen Witterungsbedingungen und Borkenkäfer-Kalamitäten auch dem Landeswald in Schleswig-Holstein (SHLF) zu. Der Minister für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt, Natur und Digitalisierung des Landes Schleswig-Holstein, Jan Philipp Albrecht, besuchte am 8. August die Landesforsten, um sich ein Bild der Situation zu machen.

„Der Klimawandel stellt Wald und Forstwirtschaft vor neue Herausforderungen. Für die Zukunft sind verstärkt Stürme, Dürre-und Trockenperioden zu erwarten. Die Folgen des Klimawandels werden die ganze Aufmerksamkeit und Kraft unserer Försterinnen und Förster beanspruchen, um den Wald zu erhalten und zu stärken“, sagte Albrecht. Schleswig-Holstein verfolge seit längerem eine naturnahe Forstwirtschaft und in diesem Zusammenhang einen Waldumbau hin zu standortgerechten und damit auch klimastabileren Wäldern. Der Minister verwies auf die Förderung von Maßnahmen zur Wiederaufforstung, des Waldumbaus, von Waldschutzmaßnahmen und der Waldvermehrung.

Eindämmung der Borkenkäferplage

Zumindest ist in diesem Jahr die Borkenkäferplage in den Wäldern der SHLF durch das Zusammenspiel aus „Sauberer Waldwirtschaft“, dem hilfreichen regnerischen Wetter und den ausgebrachten Borkenkäferfangsystemen, den sogenannten Trinet P-Systemen, bis zum jetzigen Zeitpunkt einigermaßen eingedämmt worden. „Zwar ist die Käfersaison noch nicht vorbei, aber wir hoffen im Moment, dass wir mit einem blauen Auge davonkommen“, so der Direktor der SHLF, Tim Scherer. „Unabhängig davon müssen dringend die Ursachen des Klimawandels gestoppt werden. Denn der intensive und hohe Kraftaufwand, den unsere Försterinnen und Förster jetzt an den Tag legen, um den klimagerechten Waldumbau unter Berücksichtigung aller angepassten Baumarten erfolgreich voranzubringen, wäre ansonsten dann vergeblich“, verwies Scherer nochmal auf die Dringlichkeit, den Klimawandel weiterhin zu bekämpfen.

Für Scherer ist es auch selbstverständlich, die deutliche Waldvermehrung im waldärmsten Bundesland Deutschlands als Teil der Strategie zum Erhalt des Waldes zu fördern: „Wälder und Bäume sind für unsere gesamte Umwelt, unser aller Leben und das kommender Generationen von unschätzbarem Wert. Das waren sie schon vor der Klimakrise und sind es seitdem umso mehr. Es sollte unser aller Anliegen sein, mehr Wälder zu pflanzen. Denn es sind die Bäume, die unsere Verbündeten im Kampf gegen die Klimakrise sind.“ Albrecht bestätigte, dass Walderhaltung, naturnahe Waldbewirtschaftung und Waldvermehrung wichtige Bestandteile der Klimaschutzbestrebungen der Landesregierung darstellen würden.

SHLF

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