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Forstmesse Eko-Las in Polen

Forstmesse Eko-Las in Polen

Vom 6. bis zum 8. September 2012 fand in Mostki bei Swiebodzin die in diesem Jahr größte polnische Forstmesse statt: die Eko-Las 2012. 110 Austeller, vor allem aus Polen, aber auch aus dem Ausland (Deutschland, Finnland, Italien, Österreich, der Slowakei und der Tschechischen Republik) stellten ihre Produkte aus. Inhaltlich ähnelte das Messeangebot dem der KWF-Tagung 2012, war aber insgesamt bescheidener. Die Ausstellungsfläche der Eko-Las 2012 im Wald und auf dem freien Gelände betrug 50.000 qm. Verlage (u.a. das Verlagshaus OIKOS, das die polnische Fachzeitschrift „Drwal“ („Der Holzfäller“) herausbringt), EDV-Firmen, Anbieter von Kleingeräten, Werkzeugen und Spezialsystemen, (wie Ventile, Hydraulikpumpen und Zubehör für die Baumpflege), stellten in einer Zelthalle aus.
Eine Attraktion der Messe waren praktische Maschinenvorführungen, die von rund 20 Firmen organisiert wurden. Bei der Arbeit konnte man Harvester, Forwarder, Schlepper und Holzspalter beobachten.
Von den polnischen Maschinen und Geräten, die auf der Messe ausgestellt wurden, gab es durchaus auch welche, die für deutsche Forstunternehmer und Forstbetriebe interessant sein könnten. Dazu zählt z.B. die Baumschulspritze OS-1 von OTL Jarocin. Sie ist mit sechs Spritzköpfen ausgestattet, die an einem selbstnivellierenden Gestänge aufgehängt sind. Dadurch kann die Spritze gleichzeitig drei Beete besprühen. Das Gestänge ist höhenverstellbar, und die Sprühdüsen können unter jedem Winkel und in jede beliebige Richtung positioniert werden. Die Spritzbrühe wird aus einem 200-Liter-Behälter gefördert. Jeder Spritzkopf ist mit einem eigenen Schalter und Regelventil ausgestattet. Das Hauptdurchflussventil sorgt für die Mischung der Spritzbrühe und die Anpassung der Förderung an die Anzahl der arbeitenden Spritzköpfe.
Ein weiteres interessantes Angebot waren die Rückeanhänger von Fao Far, die mit einem Ladekran für schwere Arbeiten ausgestattet sind. Diese Rückeanhänger gibt es in vielen unterschiedlichen Ausstattungsvarianten (Ladekräne, Bremsen, Radantrieb von der Schlepperzapfwelle). Jeder Anhänger besitzt die entsprechende Zulassung, so dass sie auch in Deutschland auf öffentlichen Straßen gefahren werden dürfen. Die Rückeanhänger zeichnen sich durch eine robuste Konstruktion aus (nicht zuletzt deshalb, weil sie im Praxiseinsatz in Polen fast immer überladen werden). Der Hauptrahmen wird als eine Einheit gefertigt, die den Montageflansch für den Ladekran, die Halter für die Stützen und den Hauptbalken für die Radaufhängung umfasst. Die Vorteile des Einheits-Zentralrahmens sind: Dämpfung von bei der Arbeit auftretenden Spannungen (gleichmäßige Übertragung der Kräfte zwischen dem Greifer und den Anhängerrädern), die Möglichkeit, die Verschiebung der Rungen zu variieren, besserer Zugang zu den niedrigsten Ebenen der Ladung, sehr hohe Stabilität durch Schwenkstützen mit einem großen Schwenkradius und -winkel (bis zu 0,7 m unter der Bodenoberfläche).
Forstforum
Im Rahmen der Eko-Las 2012 wurde speziell für Forstunternehmer ein Forstforum mit Vorträgen und Workshops veranstaltet. So betreute die Redaktion „Las Polski“ („Der polnische Wald“) eine Diskussion über die Berufsausbildung und die Redaktion „Drwal“ („Der Holzfäller“) leitete Workshops zu Vertrags- und Vergabethemen zwischen Staatsforst und Forstunternehmern. Eine zusätzliche Attraktion war die von der Redaktion „Drwal“ vorbereitete Ausstellung historischer Motorsägen, deren jüngste 40 Jahre alt war. 30 funktionsfähige Maschinen konnten u.a. auch im Rahmen von Vorführungen besichtigt, begutacht und bestaunt werden.
Die nächstfolgenden Forstmessen in Polen sind die Expo-Las in Kielce (8. bis 10 März 2013) und die Internationale Forstmesse in Rogów (4. bis 6 September 2013).
Witold Lasica

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