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Foto: EXPA/Johann Groder

Forstmaschinenzählung in Österreich

Das Bundesforschungszentrum für Wald (BFW) in Traunkirchen erhebt ab März die Holzernte- und Waldpflegekapazitäten in Österreich.

Wie schon in der Vergangenheit, schickt das BFW dafür Erhebungsbögen an gewerbliche Forstunternehmen und an Forstbetriebe mit über 200 ha Waldfläche. Die Bögen können außerdem unter www.fasttraunkirchen.at/index.php/fachbereich-forsttechnik/erhebung-2020 heruntergeladen werden. Geplant ist zudem ein Formular, das online ausgefüllt werden kann.

Wie das BFW mitteilt, bedingt die Erhebungsmethodik eine Erfassung der Daten mit Namen und Adresse des jeweiligen Betriebes. Aber, so das Versprechen: die Daten werden ausschließlich anonym ausgewertet und veröffentlicht. Die Angaben landen in einer Datenbank, die eine anonymisierte Abfrage nach verschiedenen Regionen und Kriterien ermöglicht. Auf die Daten einzelner Unternehmen kann man in dieser statistischen Datenbank nicht zugreifen, betont die BFW.

Unternehmer-Datenbank

Die staatliche Einrichtung bietet den Forstunternehmen allerdings auch die kostenlose Möglichkeit, ihre Leistungen in einer öffentlich zugänglichen Datenbank zu präsentieren. Voraussetzung dafür ist die ausdrückliche schriftliche Zustimmung und die Abstimmung der Inhalte. Diese Datenbank soll – im Unterschied zur statistischen Datenbank – Nachfrage und Angebot zusammenführen. Waldbesitzern ermöglicht dies, gezielt Forstunternehmen zu finden. Andererseits können die Unternehmer auf dieser Plattform ihre Kapazitäten darstellen und damit eine bessere Auslastung ihres Betriebes erreichen.

Erste Erhebung 1965

Den ersten Überblick über den Stand der Mechanisierung schufen Erhebungen in den Jahren 1965 und 1970. In der Folge führte die Forstliche Bundesversuchsanstalt alle fünf Jahre vergleichbare schriftliche Befragung durch. Zum letzten Mal fand dies 1986 statt – erstmals unter Einbeziehung der gewerblichen Forstunternehmen. In den 34 Jahren hat sich seitdem die Technik stark verändert und der Anteil der gewerblichen Unternehmen an der Holzernte stieg massiv. Während die Holzeinschlagsstatistik 1980 nur 3,4 Mio. Fm als „Fremdwerbung“ auswies, ist dieser Anteil in den letzten Jahren mit 8 bis 10 Mio. Fm auf mehr als die Hälfte des Gesamteinschlages angestiegen.

BFW/Red.

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