Arbeitssicherheit Forstbetrieb

Forstmaschinen retten Menschenleben

Bearbeitet von Mirjam Kronschnabl-Ritz

Techniksensible Waldbesuchende und Forstmaschinen sind nicht die besten Freunde. Für die 485 Forstwirte der ThüringenForst-AöR sind die Forstmaschinen hingegen Lebensretter. Das ist eine wesentliche Erkenntnis aus der aktuell vorgelegten Unfallstatistik 2020 der Thüringischen Landesforstanstalt.

So ereignete sich 2020 kein tödlicher Arbeitsunfall im Staatswald. Außerdem konnten im vergangenen Jahr die niedrigsten absoluten Unfallzahlen bei der Waldarbeit seit zehn Jahren verzeichnet werden. Staatliche Forstwirte erlitten insgesamt 49 Arbeits- und Wegeunfälle (2019: 58). Am höchsten unfallgefährdet bleibt 2020 die Holzernte, insbesondere das Fällen und Entasten von Bäumen.

Sicherheitsaspekt wird häufig übersehen

Nach wie vor ist die Holzernte mit Abstand jener Arbeitsbereich mit der absolut höchsten Unfallhäufigkeit. Speziell das Fällen und Entasten von Bäumen mit der Motorsäge ist eine gefahrengeneigte Tätigkeit. Entsprechend sind „Stolpern/Stürzen“, „Stämme/Stammteile“ und „Werkzeug/Geräte“ wichtige Verletzungsursachen. Forstmaschinen glänzen hier mit einem hervorragenden Sicherheitskonzept. Künftig wird der Einsatz dieser Forstmaschinen, neben Rentabilitätserfordernissen, auch und vor allem aus Gründen der Arbeitssicherheit bei ThüringenForst zunehmen. Gerade die zahlreichen, oftmals widrigen Witterungsverhältnisse wie Hitze, Kälte, Wind, Regen oder Schnee erhöhen die Rutsch- und Sturzgefahr für die Forstwirte in oft schwierigem Gelände bei ständig wechselnden Arbeitsorten. Die Wucht fallender Bäume, die zerberstenden Kronen, aber auch zurückschleudernde Baumteile stellen erhebliche Risiken für die Forstwirte in der Holzernte dar. Der Einsatz von Forstmaschinen bei der Holzernte bleibt also auch zukünftig ein wichtiger Aspekt der Unfallvorbeugung, ebenso wie die kontinuierliche Schulung der Forstwirte und Führungskräfte.

Quelle: ThüringenForst