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Forstleute zur Personalsituation bei Landesforsten Rheinland-Pfalz

Forstleute zur Personalsituation bei Landesforsten Rheinland-Pfalz

Nach einer drastischen Einsparung von Personal in den letzten Jahren ist die Personalsituation bei Landesforsten Rheinland-Pfalz aktuell äußerst angespannt, so der Bund Deutscher Forstleute (BDF) des Landes und die IG Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU), LV Rheinland-Pfalz. Damit die Aufgaben im Wald und für die Gesellschaft weiter erfüllt werden können, müsse umgehend ausgebildetes Fachpersonal deutlich über das Maß der bisherigen Einstellungspraxis (ca. 12 Personen/Jahr) hinaus eingestellt werden. Selbst bei einer Neueinstellung von 40 Personen pro Jahr würden die anstehenden Personalabgänge bei weitem nicht aufgefangen. Daher, so die Berufsverbände, ist ein sofortiger Stopp des Personalabbaus bei Landesforsten Rheinland-Pfalz notwendig. Ausscheidendes Personal müsse durch neu einzustellende, entsprechend ausgebildete Fachleute ersetzt werden. Andere Landesforstbetriebe (z.B. in Bayern, Hessen, Niedersachsen) hätten diesen Mangel an Nachwuchskräften erkannt und stellen bereits seit einigen Jahren wieder mehr Personal ein.
 
Um den Personalbedarf in allen Berufsgruppen von Landesforsten weiterhin decken zu können, müssen nachhaltig junge Leute ausgebildet werden, so die Berufsverbände. Mit sinkenden Mitarbeiterzahlen wird die umfassende Erledigung der dem Landesbetrieb Landesforsten übertragenen Aufgaben in einer guten Qualität zunehmend in Frage gestellt.
 
BDF Rheinland-Pfalz und IG BAU sprechen sich ausdrücklich für die weitere Wahrnehmung aller übertragenen Aufgaben aus, da dies von der Gesellschaft gewünscht ist. Sie fordern eine adäquate Ressourcenausstattung, v. a. mit zahlenmäßig ausreichendem und gut qualifiziertem Personal. In einer Resolution auf der website www.fuer-wald-und-mensch.de werden die zuständigen politischen Gremien, insbesondere der Landtag Rheinland-Pfalz bei seinen Beratungen für den Doppelhaushalt 2014/15, dazu aufgefordert:
  • eine verbindliche Personalsollstärke der Forstverwaltung zu definieren,
  • den weiteren Personalabbau zu stoppen,
  • junge (Forst-)Kolleginnen und Kollegen aller Beschäftigtengruppen einzustellen,
  • genügend Finanzmittel für eine ökologische Entwicklung der Wälder zur Verfügung zu stellen.

Die gesammelten Unterschriften, unterstützende E-Mails und Online-Unterschriften werden Mitte März an die für Forsten zuständige Ministerin Ulrike Höfken in Mainz übergeben.

Infos: www.fuer-wald-und-mensch.de

BDF Rheinland-Pfalz und IG BAU

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