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Frankenwald muss Nutzwald bleiben!

Forstleute bekommen mehr Geld

Der Bund Deutscher Forstleute (BDF) saß, vertreten durch den dbb beamtenbund und tarifunion (dbb), direkt mit am Verhandlungstisch der Tarifpartner für die Beschäftigten der Länder. Die Tarifeinigung kann sich sehen lassen. Die Beschäftigten erhalten über die nächsten 24 Monate genau 4,35 % mehr Lohn – mindestens jedoch 75 €. Ein besonderer Erfolg ist die nun vereinbarte zeitnahe Überarbeitung der veralteten Entgeltordnung.

Auf Einkommenserhöhungen für die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer der Länder im Gesamtvolumen von insgesamt 4,35 % für die kommenden 24 Monate haben sich Gewerkschaften und TdL am 17.2.2017 in Potsdam geeinigt. Zum 1.1.2017 steigen die Gehälter um 2 %, zum 1.1.2018 werden sie um weitere 2,35 %, mindestens aber 75 € erhöht. Auszubildende erhalten zu den genannten Stichtagen jeweils pauschal 35 € mehr, zudem gibt es für sie einen zusätzlichen Urlaubstag (jetzt 29 Tage).
  
Dass sich jedoch die Länder weiterhin weigern, ihren Azubis eine unbefristete Übernahmegarantie zu geben, ist ärgerlich und unverständlich. Im Wettbewerb um qualifizierten Nachwuchs haben sich die Länder mit dieser Verweigerungshaltung keinen Gefallen getan.
„Wir können zufrieden sein. Bei unseren wesentlichen Forderungen haben wir gute Kompromisse erzielt“, zog dbb Verhandlungsführer Willi Russ vor der Presse in Potsdam ein positives Fazit. „Kurz gesagt: Es gibt gutes Geld, wir verbessern die Einkommensstrukturen spürbar, können also von einem guten Ergebnis sprechen“, so Russ weiter.
„Jetzt gilt es, diesen Abschluss auch für die Landes- und Kommunalbeamtinnen und -beamten herzustellen. Wir gehen davon aus, dass sich die LandesfinanzministerInnen ihrer Verantwortung bewusst sind und eine zeitnahe Entscheidung zur zeit- und inhaltsgleichen Übertragung des Abschlusses auf die Beamten und Versorgungsempfänger treffen werden“, so Ulrich Dohle, Bundesvorsitzender des BDF. „Eine Billigbesoldung wäre ein Schlag ins Gesicht der Kolleginnen und Kollegen und würde dem Land insgesamt schaden“, warnte Dohle.
Dabei bleibt auch die gute Bewirtschaftung und Pflege der deutschen Wälder zunächst gewahrt. Denn nur bei guter Bezahlung finden sich angesichts der demografischen Entwicklung auch zukünftig ausreichend und gut qualifizierte Forstleute, die den zunehmend aufreibenderen Job im Wald auch auf sich nehmen.
Im Länderbereich besteht weiterhin umfassender Bedarf, über die dort gültigen Entgeltordnungen zu verhandeln. Das war auch eine Kernforderung des BDF und ist eine Herkulesaufgabe. Die dort beschriebenen Tätigkeiten sind über 40 Jahre alt und entsprechen nicht mehr dem aktuellen Berufsbild. Es wurde u.a. vereinbart, die allgemeine Entgeltordnung bis zur nächsten Einkommensrunde zu erneuern, auszubauen und zu verbessern. „Nicht zuletzt muss allen Kolleginnen und Kollegen gedankt werden, die unsere Forderungen auch hartnäckig auf der Straße verteidigt haben“, sagt Dohle abschließend.
BDF

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