Naturschutz, Landschaftspflege

Forstkulturen bewässern?

Bearbeitet von Martin Steinfath

Der Anwuchserfolg von Forstkulturen und damit verbundene Maßnahmen sind für Waldbesitzer stets von großer Bedeutung. Angesichts von anhaltender Trockenheit im Jahresverlauf stellt sich die Frage, wie zukünftig die Wiederbewaldung v.a. von Schädflächen sichergestellt werden kann. Eine Möglichkeit ist die Bewässerung der Forstkulturen. Die Autoren Gerhard Wezel, Ottmar Ruppert, Wolfram Rothkegel informieren zur Thematik in AFZ-DerWald 5/2021.

Schon früher griffen Waldbesitzer und einzelne Förster zur Selbsthilfe, indem sie ihre Kulturen mit großem Aufwand händisch oder mit verfügbaren einfachen technischen Lösungen bewässerten. Aber bisher sind Bewässerungsmaßnahmen im Wald mit vertretbarem Aufwand kaum realisierbar und oft teurer als Nachpflanzungen. Vor dem Hintergrund des Klimawandels gibt es nun aber verstärkt Initiativen, bekannte Bewässerungsmethoden zu verbessern und weiter zu entwickeln. Die meisten neueren Bewässerungslösungen befinden sich dabei noch in der Erprobungs- oder Bewährungsphase.

Die Autoren gehen in dem Beitrag in AFZ-DerWald 5/2021 der Frage nach, inwiefern technische Fortschritte und neue Fördermöglichkeiten der Bewässerung von Forstkulturen in einzelnen Bundesländern hier Abhilfe schaffen könnten.

Unabhängig davon muss der Fokus weiterhin klar auf die herkömmlichen Voraussetzungen für einen guten Kulturerfolg gelegt werden (u. a. Pflanzenfrische, -qualität, -behandlung, Pflanzzeitpunkt), so die Autoren. Insbesondere eine gewissenhafte Pflanzung, um die Wasseraufnahmefähigkeit der Pflanze nicht zu schwächen. Hier können auf großer Fläche noch Potenziale ausgeschöpft und alte Erfahrungen reaktiviert werden, denn sorgfältig angelegte Kulturen können zumindest bemessene Trockenphasen relativ gut überstehen.

Wenn Sie detailliertere Informationen dazu wünschen, finden Sie hierzu einen Artikel in der digitalen Ausgabe von AFZ-DerWald.

Text: Gerhard Wezel, Ottmar Ruppert, Wolfram Rothkegel