ABO

Forstkammer begrüßt neue Aufarbeitungshilfe

Die Forstkammer Baden-Württemberg als Verband der privaten und körperschaftlichen Waldeigentümer begrüßt, dass es laut Ankündigung des Ministeriums für Ländlichen Raum Baden-Württemberg nun doch noch eine Aufarbeitungshilfe für 2019 geben soll.

„Das ist der von vielen Waldbesitzern lange erwartete erste Schritt zur Umsetzung des Notfallplans und damit zur besseren Hilfe für die Waldbesitzer angesichts der dramatischen Klimaschäden im Wald“, äußerte sich Forstkammer-Präsident Roland Burger. Das Ministerium hat die entsprechenden Förderinformationen und Antragsunterlagen an die unteren Forstbehörden versandt. Die Forstkammer hatte bis zuletzt auf eine rückwirkende Aufarbeitungshilfe für die im laufenden Jahr angefallenen Schadhölzer gedrungen. „Es ist gut, dass nun zumindest ein Teil der Waldbesitzer in 2019 noch eine Unterstützung erhält“, so Burger.

Möglichkeiten der Anpassung ausloten …

Mehr als eine geringfügige Entlastung werde mit einer Förderung in Höhe von 3 €/Fm nicht erreicht. „So gesehen ist das natürlich ein Tropfen auf den heißen Stein“, zeigte sich Forstkammer-Präsident Burger enttäuscht. Auch die Beschränkung der Förderung auf private Waldbesitzer bis 200 ha Waldfläche schließe viele schwer geschädigte Forstbetriebe aus. Die Forstkammer hatte einen Förderansatz gefordert, der sich vorrangig am Schädigungsgrad orientiert. „In den kommenden Wochen werden wir erneut das Gespräch zu den politischen Entscheidungsträgern suchen, um Anpassungsmöglichkeiten auszuloten“, kündigte Burger an.

Ein Kraftakt für alle Beteiligten …

Nun gelte es aber vor allem, dass die Förderung auf der Fläche und bei den Waldbesitzenden ankommt. „Das wird ein Kraftakt für alle Beteiligten – Waldbesitzer, Forstbetriebsgemeinschaften, Forstbedienstete – diese Dinge noch vor Mitte Dezember umzusetzen“, prognostiziert der Forstkammer-Präsident. „Um das zu schaffen, müssen wir jetzt unmittelbar Vollgas geben.“

Von der Landesregierung erwarte er, dass die noch unter Vorbehalt stehende Aufarbeitungshilfe jetzt schnell beschlossen werde. „Wir verlassen uns darauf, dass wir nicht auf halber Strecke im Regen stehen gelassen werden“, mahnte Forstkammer-Präsident Burger.

Zu den Förderinformationen und Formularen zur Aufarbeitungshilfe 2019 – Direktlink

Zum Thema: forstpraxis.de-Meldung

Red./Forstkammer Baden-Württemberg

Auch interessant

von