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Forstkammer Baden-Württemberg: Nationalparkpläne von Greenpeace sind Unsinn

Als „Unsinn“ bezeichnet der Präsident der Forstkammer Baden-Württemberg Roland Burger den jüngsten Vorschlag von Greenpeace, im Nordschwarzwald einen Nationalpark zum Schutz von alten Buchenbeständen einzurichten. Solche Buchenwälder gibt es im Nordschwarzwald nämlich fast nicht. „Der Nordschwarzwald besteht zu mehr als drei Vierteln aus Nadelwäldern“, so Burger. „Das müsste man eigentlich auch in Hamburg wissen“, meint der Waldbesitzer-Präsident in Anspielung auf die Greenpeace-Konzernzentrale in der Hansestadt und ergänzt: „Für viele Naturschutz-Vertreter ist ein Nationalpark leider ein reines Prestigeprojekt. Ob der Natur damit tatsächlich gedient wird, ist offenbar zweitrangig.“

Grundsätzlich befänden sich die Laubbäume in Baden-Württemberg eindeutig auf dem Vormarsch. Zukünftig würden zwei Drittel der Wälder aus Laubwäldern bestehen. Das sei aber nicht die Folge von mehr Schutzgebieten sondern der Verdienst der heutigen naturnahen Waldbewirtschaftung. „Wenn man im Nordschwarzwald die Bewirtschaftung einstellt, bekommt man statt dessen riesige Totholzflächen wie im Nationalpark Bayerischer Wald“, befürchtet Burger. Auch auf diesen Flächen kommen natürlich neue Bäumchen nach – im Bayerischen Wald sind es zu 90 % wieder Fichten.

 

Zum Thema: forstpraxis.de-Meldung

 
Forstkammer Baden-Württemberg

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