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Forstdirektor Jörg Matzick in den Ruhestand verabschiedet

Andreas Wiebe, Leiter von Wald und Holz NRW, hat Jörg Matzick in den Ruhestand verabschiedet. Er dankte ihm für seinen Dienst für den Landesbetrieb Wald und Holz Nordrhein-Westfalen.

Matzick war immer dann zur Stelle, wenn es darum ging, besondere Aufgaben zu lösen, die nicht unbedingt zu den forstlichen Standards zählten. Er war engagiert, ruhig, beharrlich und hatte immer das Wohl des Waldes in NRW im Blick. Auch in der forstlichen Öffentlichkeitsarbeit hat Forstdirektor Matzick wichtige Weichen gestellt. Dass der Wald für ihn weit mehr als das Aufgabenfeld seiner Arbeit war, kann man unschwer an seinem außerberuflichen Einsatz für den Wald erkennen. Als Vorsitzender des Forstvereins für Nordrhein-Westfalen bestimmt der Wald auch einen großen Teil seiner Freizeit. Sein vielfältiges berufliches und außerberufliches Engagement hat Matzick zu einem Multitalent in allen Waldfragen gemacht.

Beruflicher Werdegang

Matzicks berufliche Laufbahn begann mit dem Studium der Forstwissenschaften an der Georg-August-Universität in Göttingen. Sein Referendariat absolvierte er von 1979 bis 1981 im Staatlichen Forstamt Schleiden in Nordrhein-Westfalen. Nach der großen forstlichen Staatsprüfung folgten drei Jahre Tätigkeiten in der Aus- und Fortbildung in der Höheren Forstbehörde Westfalen-Lippe und drei Jahre als Dezernent im Forstamt Olpe. Mit 33 Jahren bekam er 1988 als jüngster Forstamtsleiter die Leitung des Forstamts Meschede der Landwirtschaftskammer Westfalen-Lippe übertragen.

Matzick führte das Forstamt Meschede knapp 18 Jahre lang. In dieser Zeit begleitete er eine Organisationsreform, von der auch das Forstamt Meschede betroffen war und intensivierte die Beförsterungstätigkeiten für forstwirtschaftliche Zusammenschlüsse. Nebenbei engagierte er sich durchgehend in der Jungjägerausbildung im Hegering Meschede und teilte dort sein Wissen und seine Expertise auf dem Gebiet des Jagdrechts.

Ende 2005 wechselte Jörg Matzick mit der Reform der Landesforstverwaltung an die Zentrale des Landesbetriebs Wald und Holz Nordrhein-Westfalen und übernahm dort die Referatsleitung „Öffentlichkeitsarbeit“. Mit der Entwicklung von Konzepten für Öffentlichkeitsarbeit und Waldpädagogik sowie der erstmaligen Herausgabe eines Jahresberichts, prägte er in entscheidender Weise das Bild von Wald und Holz NRW in der Außendarstellung.

Von 2008 bis Ende 2011 koordinierte Matzick die Waldplanung und Forsteinrichtung im Privat- und Körperschaftswald. Sein breites Fachwissen und seine vielseitigen Talente, gepaart mit einem hohen Maß an Empathie, haben ihm zeitweise die kommissarische Leitung des Fachbereichs III und anschließend 2012 lückenlos die des Fachbereichs IV eingetragen.

Mit seiner breiten Verwaltungserfahrung steuerte er ab 2013 als Stabsstellenleiter die Entwicklung des Waldkompetenzstandortes Arnsberg und die Koordination der Neubauten von Wald und Holz NRW. Dabei hat er sich zielorientiert und erfolgreich der Standortentwicklung einiger Forstämter, so auch der Unterbringung des Nationalparkforstamtes Eifel und des Flächenankaufs Vogelsang, gewidmet. Ende 2017 übernahm er auch die kommissarische Leitung der Stabsstelle QUAM.

Matzick hat sich in Arnsberg im coronabedingt kleinen Rahmen von seinen Kolleginnen und Kollegen verabschiedet. Nach über 42 Jahren intensiv mit Wald und Forstwirtschaft befasst, möchte er seine Fühler künftig verstärkt in andere Richtungen ausstrecken. So wird er sich intensiver seinen Enkelkindern und der Gartengestaltung, Reisen, Wandern und sportlichen Aktivitäten widmen. Die Mitglieder des Bürgertreffs Meschede werden sich auf seine Mitarbeit freuen dürfen.

Quelle: Wald und Holz NRW