Forstbetrieb

ForstBW erprobt neues „Depot-Konzept“ zur Wiederbewaldung

Bearbeitet von Martin Steinfath

ForstBW steht vor der größten Wiederbewaldungskampagne der Staatswaldflächen der letzten Jahrzehnte. Insgesamt hat sich der Zustand der Wälder so weit verschlechtert, dass mittlerweile 46 % der Fläche als deutlich geschädigt eingestuft werden. In den kommenden fünf Jahren werden 6.500 ha Waldfläche überwiegend durch Pflanzung neuer Bäume wieder zu bewalden sein.

Bei der operativen Umsetzung der Pflanzung nimmt das Unternehmen die ausführenden Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ganz zentral in den Blick, denn die Pflanzarbeiten sind körperlich extrem belastend. Gleichzeitig muss gewährleistet sein, dass das Pflanzgut frisch und wurzelgerecht am Pflanzort in den Boden eingebracht wird. ForstBW will nun mit dem neuartigen „Depot-Konzept“ einerseits die Wiederbewaldung für die Beschäftigten so ergonomisch wie möglich gestalten und gleichzeitig den hohen Qualitätsansprüchen des Unternehmens an Pflanzgut und Pflanzung gerecht werden.

Das neuartige „Depot-Konzept“

Im Frühjahr 2021 wurde das „Depot-Konzept“ erstmalig in die Praxis umgesetzt. Dabei werden die zu verpflanzenden Bäumchen nicht wie traditionell üblich an der Forststraße zwischengelagert, sondern in sogenannten big bags mobil, in einem Sand-Humus-Gemisch eingeschlagen und maschinengestützt systematisch über die Rückegassen auf den Pflanzflächen verteilt und deponiert. Die Forstwirte finden somit das frische Pflanzgut in räumlicher Nähe zur Pflanzstelle bereits vor.

Info: Video „Wir pflanzen den Zukunftswald“

ForstBW