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Absperrungen auch infolge der maschinellen Schadensbearbeitung sind in jedem Fall zu beachten.

Forstbezirk Marienberg: Aussetzung der Brennholzwerbung

Aufgrund der aktuellen Gefahrenlage in den durch Sturm Herwart verursachten Schadflächen setzt der Forstbezirk Marienberg die Brennholzgewinnung durch Selbstwerber zunächst bis zum Jahresende aus. Es wird gebeten keine dahingehenden Anfragen an die Revierleiter zu richten.

Die Begehbarkeit von Waldflächen und die Aufbereitung unter Spannung stehenden Wurf- und Bruchholzes bedingen erhebliche Erfahrung und fachliche Kenntnis. Dies ist in der Regel nur bei professionellen Forstwirten gegeben und bei privaten Holzwerbern nicht zu erwarten.

Sturmauswirkungen

Im Forstbezirk Marienberg wird nach aktueller Schadprognose von etwa 140.000 Fm Wurf- und Bruchholz ausgegangen, davon 120.000 Fm im Landeswald und 20.000 Fm im Privat- und Körperschaftswald.
Neben einem Schwerpunkt bei der Fichte sind mit 7.500 Fm Lärche und 4.000 Fm Murray-Kiefer auch umfangreich vermeintlich sturmstabile Baumarten betroffen. Dies kann zumindest bei der Lärche teilweise auf den noch nicht abgeschlossenen Nadelfall zurückgeführt werden. Der Schaden im Laubholz ist mit etwa 2.000 Fm vergleichsweise gering.

Die Sturmauswirkungen bewegen sich damit im vergleichbaren Umfang wie 2007 beim Orkan Kyrill, wo als Endstand etwa 150.000 Fm Schadholz im Forstbezirk zu verzeichnen war.

Gefahren durch angeschobene Bäume

Für alle Waldflächen, sofern sie nicht explizit gesperrt sind, gilt ein grundsätzliches Wegegebot und vom Betreten der Waldbestände wird abgeraten. Auch hier können Gefahren durch angeschobene Bäume und frei hängende Kronenteile nicht ausgeschlossen werden.  Bestehende lokale Absperrungen auch infolge der maschinellen Schadensbearbeitung sind in jedem Fall zu beachten.

Staatsbetrieb Sachsenforst, Forstbezirk Marienberg

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