ABO

Die Folgen von „Friederike“ im Forstamt Clausthal

Mitarbeiter der Niedersächsischen Landesforsten und dem Nationalpark Harz trafen sich am 28. Februar 2018 zu einer Lagebesprechung über die Folgen des Sturms „Friederike“ im Forstamt Clausthal.

Die Forstämter in Südniedersachsen wollen die Schäden, die das Orkantief „Friederike“ in ihren Wäldern angerichtet hat, gemeinsam meistern. Ziel der Niedersächsischen Landesforsten ist es, das Sturmholz schnellstmöglich aufzuarbeiten und in speziellen Beregnungslagern zu konservieren. Gleichzeitig bereiten die Forstämter zwischen Reinhausen, Harz und Liebenburg eine Folienlagerung vor: am Waldweg gestapelte, ganze Baumstämme werden dabei in stabile Folien verpackt, um das Austrocknen zu verhindern.

Das ist das Ergebnis einer Lagebesprechung vom 28. Februar zwischen den Mitarbeitern der Forstamtsleitungen und Angehörigen der Landesforsten, die den Holzverkauf verantworten. Der Organisationsstab hatte sich zum dritten Mal nach „Friederike“ im Forstamt Clausthal getroffen, um die Herausforderungen bei der Sturmschadensbeseitigung gemeinsam abzustimmen. Im Mittelpunkt standen dabei die Fragen, wie der Holzabfluss optimiert werden kann und die begrenzten Ressourcen an Spezialmaschinen und Fachkräften organisiert werden sollen.

Einschlagstopp für Fichte in den Landesforsten

Die Schäden in den Niedersächsischen Landesforsten konzentrieren sich auf den Süden und hier vor allem auf Harz und Solling. Die Summe an Sturmholz durch „Friederike“ entspricht 60 % der Menge an Holz, die sonst planmäßig in einem Jahr eingeschlagen wird. Betroffen ist fast ausschließlich Fichte, deren Menge auch bundesweit deutlich unter der des Sturms „Kyrill“ liegt. „Das Fichtenholz trifft auf einen intakten und aufnahmefähigen Holzmarkt. Um diesen nicht zu überfordern, verzichten wir in den Landesforsten ab sofort auf den Einschlag stehender Fichte. Gleichzeitig bauen wir die Logistik für den Ferntransport aus und nutzen die Einlagerungsmöglichkeiten“, erklärt Klaus Jänich, Vizepräsident der Landesforsten. Forstwirte aus dem Norden sollen die Süd-Forstämter bei der Sturmholzaufarbeitung unterstützen. Neben Waldarbeitskräften und Motorsägen werden besonders Schlepper und Forstspezialfahrzeuge benötigt. Diese personelle Hilfe hat den Harzer Kollegen schon beim Sturm Kyrill Entlastung gebracht.

NLF

Auch interessant

von