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Laubholzgespräch in Kassel

Am 18.8.2017 trafen sich Vertreter der Forstbetriebe und Laubholzverarbeiter in Kassel, um auf die kommende Einschlagssaison 2017/2018 zu blicken. Aufgrund der stabilen Marktlage lagen die Einschätzungen der Lieferanten und Kunden nah beieinander.

Angebot und Nachfrage sind beim Buchensägeholz nahezu deckungsgleich. Lediglich schwächere Dimensionen werden vermutlich nicht so stark nachgefragt. Die Verarbeiter bitten frühzeitig mit dem Einschlag zu beginnen, aber gleichzeitig ab Februar 2018 nur noch vertraglich gesicherte Mengen zu ernten. Die Preise werden im Bereich des Vorjahres erwartet. Lediglich D-Holzqualitäten geraten leicht unter Druck.

Zum Schluss äußerte Michael Nied als Laubholzsprecher des Deutsche Säge- und Holzindustrie ‒ Bundesverband (DeSH) noch eine Bitte: „Die Aufarbeitungsqualität muss wieder besser werden, das gilt bis hin zum Zopf.“

Seit Jahren besteht bei der Eiche ein extremer Verkäufermarkt. Ein Ende ist nicht abzusehen. Die Forstbetriebe signalisieren stabile Mengenbereitstellung. Der Preis der Werthölzer wird durch die Submissionen bestimmt. Ob die Markt und Preis bestimmenden Fußbodensortimente der Eiche preislich gesteigert werden können oder ob Marktanteile an die amerikanische Eiche verloren gehen, wurde unterschiedlich gewertet.

„Für die Submissionen muss es im beiderseitigen Interesse liegen, dass die Qualitäten hoch gehalten werden und es zu keiner Mengensteigerung im mittleren Bereich kommt“, richtete der Holzmarktausschuss – Vorsitzende Klaus Jänich ein Appell an die eigenen Reihen.

Für die Esche wird trotz der Kalamität Preisstabilität erwartet. Um den Markt mengenmäßig nicht zu überlasten, sollte bei den Sanitärhieben mit Augenmaß vorgegangen werden. Die übrigen Laubbaumarten, z. B. Kirsche, Erle, Bergahorn, sollten nur in ausgewählten Exemplaren geerntet und submittiert werden.

Plattform Forst & Holz

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