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Forst- und Landwirtschaft können wichtige Beiträge zum Klimaschutz leisten

Im Hinblick auf den Pariser Klimagipfel im Dezember hat die rheinland-pfälzische Umwelt- und Landwirtschaftsministerin Ulrike Höfken am 16. April in Trier darauf hingewiesen, dass auch Forst- und Landwirtschaft in Rheinland-Pfalz wichtige Beiträge zum Klimaschutz leisten können. „Als Industrienation müssen wir beim Klimaschutz eine Vorreiterrolle einnehmen“, sagte Höfken zur Eröffnung der internationalen Konferenz „Gemeinsam heizen mit Sonne und Biomasse“.
 
Bioenergie tragende Säule der Energiewende
Um die Energiewende vor Ort zu meistern, gelte es, die vorhandenen Potenziale im Wald- und Agrarland Rheinland-Pfalz auszuschöpfen: „Davon profitieren insbesondere die ländlichen Räume.“ Möglichen Beiträge von Forst-, Land- und Umweltwirtschaft zur Energiewende waren auch Thema der Veranstaltungsreihe „Mittwochs im MULEWF“ im Mainzer Umweltministerium.
Mit dem Klimaschutzgesetz und dem daraus erwachsenden Konzept schaffe Rheinland-Pfalz Anreize und Strukturen, um den Klimaschutz konkret voran zu bringen. Neben der Wind- und Sonnenenergie sei die Bioenergie eine tragende Säule der Energiewende in Rheinland-Pfalz. Weiter sagte Ministerin Höfken: „Um die Energiewende zu stemmen, brauchen wir Strom und Wärme aus Biomasse als Ausgleichs- und Regelenergie.“ Bereits heute würde rund 70 % der erneuerbaren Energie in Rheinland-Pfalz auf der Basis von Biomasse wie Holz, Bioabfall oder Gülle bereitgestellt. Ein Großteil der Bioenergie werde als Wärme genutzt.
Dabei sei die Eifel ein Hot-Spot der Bioenergieerzeugung im Land: 96 Biomasseanlagen und geschätzte 75.000 private Holzheizungen gebe es in der Region. 60.000 Haushalte beziehen Strom und 40.000 Haushalte Wärme aus Bioenergie.
Höfken forderte einen effizienteren Einsatz des wertvollen Rohstoffs Holz in modernen Feuerungsanlagen: „Gesparte Energie ist die beste Energie.“
MULEWF Rheinland-Pfalz

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