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Forschungsanlage in der Mongolei

Forschungsanlage in der Mongolei

Im Rahmen des vom Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung (UFZ) koordinierten Projektes „Integriertes Wasserressourcen-Management in Zentralasien: Modellregion Mongolei“ wurde eine Forschungsanlage zur dezentralen Abwasserbehandlung mit gekoppelter Holzproduktion in Betrieb genommen und an die Mongolische Technische Universität übergeben. Die Wissenschaftler wollen dezentrale Abwassertechnologien so optimieren, dass sie helfen können, drei zentrale Probleme des Landes zu lösen: Die unzureichende sanitäre Versorgung, eine zunehmende Wasserknappheit sowie die fortschreitende Entwaldung und Verknappung von Holz.

Die vom Projektleiter Prof. Dietrich Borchardt (UFZ) und dem Direktor Prof. Dorligsuren Lkhanag der Mongolischen Technischen Universität in Darkhan eröffnete Forschungsanlage ist Teil des Projektes, in der mongolische und deutsche Forscher, Ministerien und Unternehmen zusammenarbeiten, um einen Plan für das integrierte Wasserressourcenmanagement im Einzugsgebiet des Flusses Kharaa um die Stadt Darkhan im Norden der Mongolei zu erarbeiten. Dort fallen nur 280 mm Niederschlag pro Jahr. Wie andere Gebiete auch droht es durch den übermäßigen Holzeinschlag zu versteppen. Auch die ökologisch wichtigen Weidenauen entlang des Flusses Kharaa werden dezimiert, um Brennholz zu gewinnen.

Der Lösungsansatz der Leipziger Forscher ist, (vor-)gereinigtes Abwasser zur Bewässerung und Produktion von schnell wachsenden Weiden einzusetzen. Die Bewässerung dieser Kurzumtriebsplantagen wird dabei als integraler Bestandteil der Abwasserbehandlung angesehen. Da in der Mongolei kein Mangel an Flächen besteht, setzt das Konzept darauf, vorgereinigtes Abwasser aus kleineren Ortschaften oder Stadtteilen großflächig zur Produktion von Weidenholz zu verwenden.
 

Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung (UFZ)/idw

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