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Germany’s forest cluster: exploratory spatial data analysis of regional agglomerations and structural change in wood-based

Quelle: Forstarchiv 81: 6, 236-245 (2010)
Autor(en): Kies U, Klein D, Schulte A

Abstract: The ‘forest cluster’ unites all industries that maintain a close relationship to their common raw material wood and therewith to the forest. A growing research in Europe’s national forest clusters suggests a considerable contribution of wood-based supply chains to employment, yet lacks a true regional science perspective on their distribution and trends in space. This study proposes an approach for consistent targeting of the forest sector on different spatial scales, which combines a sectoral forest cluster definition, a regional shift-share analysis and an exploratory spatial data analysis (ESDA) based on geostatistical cluster indices. A German case study demonstrates its capacity to assess the sector’s position and trends in the national economy, depict structural changes on regional scales and contributes to gaining insight into local spatial dynamics of wood-based employment. The German forest cluster ranks high among other producing industries, but shows a disproportional decline in employment. The group of primary wood processing industries (sawmilling, wood-based panels) reveals diverging employment trends in declining western federal states and moderately growing eastern federal states. County-level employment maps draw a detailed picture of spatial concentration dynamics and outstanding clustering regions, which can be linked to locational factors influencing their geographic location, size and regional significance. The research contributes to an improved empirical understanding of the forest sector in macro- and regional economics.


Cluster Wald und Holz Deutschland: Explorative Raumdatenanalyse von regionalen Schwerpunkten und strukturellem Wandel in der Holzbasierten Beschäftigung – Holz bearbeitende Industrie

Kurzfassung: Der Cluster Wald und holz vereint all diejenigen Wirtschaftszweige, die einen engen Bezug zum Rohstoff holz und damit zum Wald aufweisen. eine wachsende Forschung zu Europas nationalen Forstsektoren legt eine beträchtliche Bedeutung der holz-basierten Wertschöpfungsketten für die Beschäftigung nahe, entbehrt aber bislang einer echten regionalwissenschaftlichen Perspektive auf ihre Ausprägung und Tends im Raum. im vorliegenden Artikel wird ein Ansatz für eine konsistente Strukturerhebung des Forstsektors auf verschiedenen räumlichen ebenen vorgestellt, der eine sektorale Clusterdefinition, eine regionale Shift-Share-Analyse und eine explorative Raumdatenanalyse (esDA) basierend auf geostatistischen Clusterindizes vereint. Die Fallstudie Deutschland verdeutlicht die Leistungsfähigkeit des Verfahrens, den Forstsektor und seine Trends im gesamtwirtschaftlichen Kontext erfassen, den strukturellen Wandel auf der regionalen ebene abbilden und einen Einblick in die räumliche Dynamik der holz-bezogenen Beschäftigung gewinnen zu können. Der Cluster Wald und holz nimmt einen hohen stellenwert innerhalb des produzierenden Gewerbes ein, zeigt jedoch überproportionale Arbeitsplatzverluste. Die primären holz verarbeitenden Industrien (Sägewerke, Holzwerkstoffindustrie) lassen allerdings regional unterschiedliche Trends zwischen stark zurückgehender Beschäftigung im Westen und schwach wachsenden Arbeitsplätzen im Osten erkennen. Beschäftigungskarten auf Landkreisebene liefern ein detailliertes Bild der räumlichen Konzentrationsdynamik und ausgeprägter Clusterregionen, die in Bezug zu spezifischen Regionalfaktoren gesetzt werden können, welche die räumliche Lage, Größe und regionale Bedeutung beeinflussen. Die Forschung trägt so zu einem verbesserten empirischen Verständnis des Clusters Wald und holz aus volkswirtschaftlicher und regional-ökonomischer sicht bei.

© DLV München

 

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