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Ein Käseglockennaturschutz in Bayern ist kontraproduktiv!

Die Forderungen des BUND Naturschutz in Bayern und von Greenpeace nach einem Naturwaldverbundsystem in Bayern sind nicht nachvollziehbar.

Der BUND Naturschutz in Bayern und Greenpeace haben eine „Studie für ein Naturwaldverbundsystem in Bayern“ vorgelegt. Darin wird vorgeschlagen, insgesamt etwa 88.000 ha Wald dauerhaft stillzulegen. Da vorgesehen ist, unter anderem „Großschutzgebiete“ auszuweisen, ist hier Wald jeder Eigentumsart betroffen. Unabhängig von dem geplanten Eigentumseingriff würde dies ein Verlust von Produktionsfläche bedeuten.
Deutschland ist schon heute Holzimporteur. Eine solche Stilllegungsmaßnahme würde also einen weiteren Holzimport aus anderen Regionen dieser Erde notwendig machen. Weltweit gehen aktuell jährlich mit ca. 13 Mio. ha Wald mehr Waldflächen durch Rodung verloren als Deutschland insgesamt hat. Dies ist ein klarer Beweis dafür, dass in anderen Teilen der Welt keine der deutschen Forstwirtschaft vergleichbare nachhaltige Bewirtschaftung der Flächen erfolgt. Von solchen Flächen kämen dann aber die Ersatzlieferungen für die stillgelegten Flächen in Bayern. Dies würde eine fatale Entwicklung der Waldzerstörung bedeuten und den Klimawandel nicht bremsen, sondern sogar unterstützen. Nicht umsonst hat die Weltgemeinschaft in Paris ein Klimaabkommen beschlossen, bei welchem der Erhalt der Wälder und deren nachhaltige Bewirtschaftung eine zentrale Rolle spielen.
Die bayerischen Waldbesitzerinnen und Waldbesitzer stehen für Umweltschutz im Wald. Dies wird durch die Ergebnisse der dritten Bundeswaldinventur eindeutig und objektiv bewiesen. Mit ihrer Forderung stehen der BUND und Greenpeace für Umweltzerstörung und Klimaerwärmung weltweit. Ein Käseglockennaturschutz in Bayern wird nicht helfen, die Klimaziele des Pariser Abkommens zu erreichen, sondern ist kontraproduktiv.
Es bleibt zu hoffen, dass die Umweltverbände von ihren ideologischen Zielsetzungen abrücken und beginnen, nachhaltige Zielsetzungen zum Umwelt- und Klimaschutz zu verfolgen.
 

Zum Thema: forstpraxis.de-Meldung

 
Bayerischer Waldbesitzerverband

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