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Kunstinstallation For Forest im Wörthersee-Stadion in Klagenfurt

For Forest: Wald im Fussballstadion

Am 8. September öffnete im Klagenfurter Wörthersee-Stadion das Kunstprojekt For Forest. Für die Installation hat der Landschaftsarchitekt Enzo Enea 299 Bäume im Stadion arrangiert.

Die ungebrochene Anziehungskraft der Natur

Die Aktion versteht sich aber nicht in erster Linie als Kommentar zu den aktuellen Waldschäden, sondern geht auf eine alte Idee des Schweizer Künstlers Klaus Littmann zurück – und auf eine Zeichnung des Malers Max Peintner aus dem Jahr 1970. Sie heißt „Die ungebrochene Anziehungskraft der Natur“ und zeigt ein Stadion voller Zuschauer, die einen Wald betrachten. Littmann, den dieses Bild und Stadien ganz allgemein faszinieren, hat es nun nach jahrelangen Bemühungen in dem 30 000 Zuschauer fassenden Fußballstadion realisiert.

Kritik an For Forest von der FPÖ

In Kärnten ist das Projekt umstritten. „Warum sollte man in einem Stadion einen Wald pflanzen, wenn Kärnten zu über 66 % aus Wald besteht“, fragt zum Beispiel der FPÖ-Politiker Wolfgang Germ, der auch die hohen Kosten kritisierte. Das laut Tourismusverband größte Kunstprojekt Österreichs wurde allerdings privat finanziert. Die Ausstellung ist bis zum 27. Oktober täglich von 10 bis 22 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei.

Oliver Gabriel

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