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Auch die Waldareale rund um Hermannsdenkmal und Externsteine bei Detmold haben massiv unter den negativen Bedingungen gelitten.

Folgen von Trockenheit rund um das Hermannsdenkmal

Es ist aktuell eines der Top-Themen deutschlandweit: der Zustand der Wälder nach Dürre und Borkenkäferbefall. Auch die Waldareale rund um Hermannsdenkmal und Externsteine bei Detmold haben massiv unter den negativen Bedingungen gelitten.

In der Sitzung des Kuratoriums der Denkmal-Stiftung am 3. September schilderte Hans-Ulrich Braun, Leiter der Forstabteilung des Landesverbandes Lippe, die derzeitige Situation in den Wäldern, die im Bereich der Denkmal-Stiftung liegen, und erläuterte die im Herbst 2019 anstehenden Maßnahmen.

„Die Veränderungen sind unübersehbar: Blickt man von Detmold aus auf den Nord-Ost-Hang vor dem Hermannsdenkmal, sieht man viele braune, abgestorbene Fichten, oder dort, wo wir die Fichten bereits aus dem Wald geholt haben, kahle Flächen. Vom Hang aus hat man an vielen Stellen plötzlich freie Sicht auf Detmold“, berichtete Braun. An den Externsteinen herrsche das gleiche Bild: „Vor allem im Bereich des Knickenhagens bieten viele kapitale Fichten einen kläglichen Anblick.“

Fällarbeiten in den Arealen der Denkmal-Stiftung

Seit mehreren Monaten sei die Forstabteilung im Einsatz, die Folgen von Trockenheit und Schädlingsbefall möglichst rasch zu beseitigen, um weitere Schäden zu verhindern. Nun sind verstärkt Fällarbeiten in den Arealen der Denkmal-Stiftung angelaufen, die sich bis weit in den Herbst hineinziehen werden: „An den Externsteinen werden wir jetzt schwerpunktmäßig im Bereich des Knickenhagens und im weiteren Verlauf bis hin zum Silberbachtal aktiv und abgestorbene Fichten entnehmen“, kündigte Braun an. Die Arbeiten seien zum Teil sehr aufwändig und langwierig, weil einzelne Bäume im Bestand mit der Motorsäge gefällt werden müssen.

Für die Fällarbeiten werden zum Teil auch Wanderwege wie z. B. der Hermannsweg oder der Eggeweg gesperrt werden müssen, zum Schutz von Wanderern und Spaziergängern. Für mögliche Behinderungen bittet die Forstabteilung um Verständnis. Geplant ist, am Knickenhagen im oberen Bereich die bereits vorhandene Bergheide zur Beweidung mit Schafen weiter auszudehnen. Im unteren Bereich will die Forstabteilung im Frühjahr 2020 die kahlen Flächen mit Eichen aufforsten.

Am Hermannsdenkmal sind ebenfalls Arbeiten angelaufen, vom Parkplatz Mufflonkamp aus bis zum Maiweg und zur Denkmalstraße wurden zahlreiche kranke oder abgestorbene Fichten gefällt. „Leider mussten wir hier feststellen, dass selbst bislang intakte Bestände vom Käferbefall betroffen waren. Dass wir sie nun ernten, hat auch Verkehrssicherheitsgründe“, so Braun.

Fichten, die bereits abgestorben, aber noch standsicher sind, sollen voraussichtlich im November gefällt werden. Dazu werden zum Teil Straßensperrungen nötig sein.

Aufforstung setzt auf Laubholz-Mischbestände

Bei der Aufforstung der betreffenden Areale wird die Forstabteilung auf Laubholz-Mischbestände setzen, mit einem hohen Anteil an Eichen und Buchen. Auch am Hermannsweg sollen geschädigte Fichten, die ein Verkehrssicherheitsrisiko für Wanderer darstellen, im Winter entnommen werden.

Landesverband Lippe

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