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Försterstammtisch in Brüssel zur neuen EU-Waldstrategie

Försterstammtisch in Brüssel zur neuen EU-Waldstrategie

„Forstwirtschaft ist Garant für Wirtschaftlichkeit und Lebensqualität.“ Dies war eine der Kernbotschaften, die die österreichische Europaparlamentsabgeordnete Elisabeth Köstinger (EVP) im Zusammenhang mit den Diskussionen um die neue EU-Waldstrategie beim deutschsprachigen Försterstammtisch in Brüssel in den Vordergrund stellte.
Auf Einladung der Ständigen Vertretung Österreichs bei der EU hatten sich annähernd 40 Interessierte und forstpolitische Experten aus dem deutschsprachigen Raum in der Vertretung der Europaregion Tirol – Südtirol – Trentino in Brüssel zusammengefunden.
Die derzeit im EU Parlament diskutierte neue EU-Waldstrategie und die Sicherung der Zukunftsfähigkeit des Forstsektors stand auch beim Brüsseler Försterstammtisch im Fokus.
Mit der österreichischen Abgeordneten, Elisabeth Köstinger (EVP) kam zudem hoher Besuch aus dem Europäischen Parlament. Verantwortlich für den Bericht des Agrarausschusses zur neuen EU-Waldstrategie, präsentierte die engagierte Politikerin die inhaltlichen Schwerpunkte sowie den aktuellen Stand der Diskussionen im EU-Parlament. Dabei unterstrich sie, dass der Forstsektor ein starker und absolut nachhaltiger Wirtschaftssektor sei, der vor allem im ländlichen Raum Arbeitsplätze garantiere und maßgeblich zur Lebensqualität auch im urbanen Raum beitrage. EU-weit schafft der Forstsektor mehr als 3,5 Mio. direkte Arbeitsplätze und trägt mit den nachgelagerten Industrien mit etwa 7 % zum Wirtschaftswachstum in der EU bei. „Diese wichtige Wirtschaftskraft muss auch der Bevölkerung gegenüber stärker kommuniziert werden. Denn: Holz wächst nicht im Möbelhaus, sondern in zumeist bäuerlichen Wäldern!“, so die Abgeordnete.
Zudem betonte sie die Rolle des Rohstoffes Holz, der mit seinen vielfältigen Nutzungsmöglichkeiten einen entscheidenden Beitrag zur Sicherung der Energieversorgung und anderen Feldern der Bioökonomie leisten kann. Um dieses Ziel zu erreichen, gelte es die Forschung in diesem Bereich voranzutreiben und entsprechende wirtschaftliche Rahmenbedingungen zu schaffen. In diesem Zusammenhang sprach sie sich daher auch für eine nachhaltige Waldnutzung, für die Einhaltung des Subsidiaritätsprinzips und eine bürokratiearme Umsetzung der EU Waldstrategie aus.
In der anschließenden Diskussion stand vor allem die von der Generaldirektion Umwelt der EU-Kommission formulierte Überlegung, Natura-2000-Managementpläne mit Waldbewirtschaftungsplänen zu integrieren. Während sich die Umweltverbände für einen solchen Schritt aussprachen, standen die Vertreter des Forstsektors solchen Überlegungen kritisch gegenüber.
Der mitveranstaltende Zentralverband der Europäischen Waldbesitzer (CEPF) begrüßt die Ausführungen der Abgeordneten und hofft im Zusammenhang mit der neuen EU-Waldstrategie auf ein deutliches Signal des EU Parlaments, welches die Rolle der Waldbesitzer stärkt und die Multifunktionalität und Nachhaltigkeit des Forstsektors unterstreicht.
CEPF

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