Ausbildung

Försterin aus Leidenschaft

Bearbeitet von Mirjam Kronschnabl-Ritz

Der heutige Girl´s Day soll Mädchen und Frauen dazu motivieren, Berufe in der Technik und Naturwissenschaft zu ergreifen. Zwar gibt es in den sog. Männerberufen immer mehr Frauen, dennoch ist diese Zahl weiterhin überschaubar.

Eine Frau, die in einem naturwissenschaftlichen Beruf ihre Bestimmung gefunden hat, ist Xenia Münke. Sie hat Forstingenieurwesen an der Hochschule Weihenstephan in Freising studiert. Mittlerweile ist die 27-jährige stellvertretende Leiterin im Walderlebniszentrum Grünwald in München.

Frühe Liebe zum Wald

Die Freude an ihrer Arbeit sieht man Xenia an. Sie strahlt, wirkt entspannt und ruhig. Die Liebe zum Wald und zur Natur begann für Xenia früh: „Das hat man mir in meiner Familie einfach so vorgelebt.“ Aber sie ist die Einzige, die diese Liebe auch zu ihrem Beruf gemacht hat. Und dieser Weg war geprägt von Höhen und Tiefen. Ihr schulischer Werdegang, war, wie sie es nennt, „sehr turbulent“. Nach dem Abitur an der Fachoberschule Holzkirchen begann sie 2012 das Studium Forstingenieurwesen an der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf in Freising. Mehr als einmal hat sie überlegt, hinzuwerfen – sogar noch im 7. Semester und damit kurz vor Schluss. Trotzdem ist sie dabeigeblieben und hat nach ihrem Abschluss einen 11-monatigen Bundesfreiwilligendienst am Walderlebniszentrum (WEZ) in Grünwald begonnen. Nachdem sie dort während ihres Studiums ein vierwöchiges Praktikum gemacht hat, um das Waldpädagogikzertifikat zu erlangen, war das für sie „wie Heimkommen“. Während der elf Monate sammelte sie viele wertvolle Eindrücke im Hinblick auf Umweltbildung und Waldpädagogik.

„Eine Herzensangelegenheit“

Die 27-jährige studierte Forstingenieurin Xenia Münke ist stellvertretende Leitung am Walderlebniszentrum in Grünwald, München.
Foto: M. Kronschnabl-Ritz

Heute ist ihr Tätigkeitsfeld breitgefächert. Typische Verwaltungsaufgaben, betreuen und ausbilden der Bundesfreiwilligen und der Freiwilligen des Ökologischen Jahres (FÖJ) sowie planen und durchführen von Führungen – all das gehört zu ihren täglichen Aufgaben. Die junge Försterin ist immer mit Freude bei der Sache und übernimmt gerne die Verantwortung. Ebenso wichtig ist ihr die Arbeit in der Umweltbildung: „Ich will, dass die Bevölkerung den Wald und dessen Bewirtschaftung kennen und verstehen lernt.“ Die Arbeit macht ihr Spaß, für sie ist das „eine Herzensangelegenheit“.

Ein ausführliches Porträt über Xenia Münke erscheint in einer der kommenden Ausgaben von AFZ-DerWald.

Mirjam Kronschnabl-Ritz