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Förster treffen Retter

Förster treffen Retter

Förster der Niedersächsischen Landesforsten und Spezialisten der Rettungsleitstellen trafen sich zu einem Fachgespräch zur Notfallrettung im Wald am 12. Juni. Waldarbeit gehört zu den härtesten und gefährlichsten Berufen in Deutschland. Um die Arbeit im Wald sicherer zu gestalten, folgten elf Leiter und Mitarbeiter der Rettungsleitstellen aus dem nordöstlichen Niedersachsen der Einladung des Forstamtes Unterlüß zu einem Informationsgespräch.Andreas Quandt, Maschineneinsatzleiter im Niedersächsischen Forstamt Unterlüß, formulierte das gemeinsame Ziel: „Wir müssen eine sichere Rettungskette gewährleisten und den Zeitraum von der Alarmierung bis zur Rettung und Versorgung einer verunglückten Person verkürzen – in den weitläufigen Wäldern eine große Herausforderung. Neben moderner Ausstattung, abgestimmter Kommunikation mit den Leitstellen und laufender Fortbildung gehören gemeinsame Rettungsübungen mit allen Beteiligten dazu.“Arbeits- und Gesundheitsschutz haben bei der Arbeit in den Landesforsten oberste Priorität. „Dank des technischen Fortschritts und organisatorischer Maßnahmen konnte das Berufsfeld deutlich sicherer gemacht werden“, erklärt Förster Andreas Quandt. So sind Rettungskarten mit eindeutig definierten Notfalltreffpunkten inzwischen fester Bestandteil der Arbeitsprogramme. Um im Falle eines Notfalls noch schneller einen solchen Notfalltreffpunkt zu finden, können Besitzer GPS-fähiger Mobiltelefone die Daten von mehr als 2000 Notfalltreffpunkten in den Wäldern der Niedersächsischen Landesforsten auf ihr Gerät laden. Die forstlichen Großmaschinen der Landesforsten sind bei Alleinarbeit mit Notrufsystemen ausgerüstet. Der Fahrer kann im Notfall das System aktiv auslösen oder die Maschine setzt automatisch nach Zeitablauf einen Notruf mit den Koordinaten des Standortes ab.„Der Informationsaustausch zwischen Forstämtern und Leitstellen ist besonders gut geeignet, Herausforderungen zu erkennen sowie gemeinsame Schnittstellen und Abläufe zu optimieren“, resümiert Björn Busenius, Leiter der Leitstelle Uelzen. Rettungsspezialisten und Förster sind sich einig, dass diese Veranstaltung weiter Bestand haben sollte.

NLF

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