Forstpolitik

Förderung forstwirtschaftlicher Zusammenschlüsse

Brandenburg unterstützt forstwirtschaftliche Zusammenschlüsse von privaten und kommunalen Waldbesitzerinnen und Waldbesitzern weiterhin umfassend mit Fördermitteln. Die Förderrichtlinie wurde überarbeitet und auf die zurzeit schwierige Holzmarktlage angepasst. Jährlich sollen damit 1,7 Mio.€ dazu bereit gestellt werden, um damit die Chancen für einen besseren und angepassten Waldumbau zu gewährleisten.

Waldbesitzende, deren Waldflächen nur von geringer Größe oder sogar zersplittert sind und ungünstige Flächenformen aufweisen, haben gegenüber großen zusammenhängenden Waldflächen deutliche strukturelle Bewirtschaftungsnachteile. Um diese auszugleichen und eine gute Bewirtschaftung auch kleinflächigen Waldeigentums zu ermöglichen, fördern das Land Brandenburg und der Bund von der obersten Forstbehörde anerkannte forstwirtschaftliche Zusammenschlüsse jährlich mit rund 1,7 Mio.€.

Viele Waldbesitzer mit bis zu 10 ha Wald

Auch der dringend nötige Waldumbau der Kiefernreinbestände in klimastabile Mischbestände kann in diesen Gemeinschaften besser vorangebracht werden. Von den rund 100.000 Brandenburger Waldbesitzerinnen und Waldbesitzern sind derzeit 16.200 in 272 Zusammenschlüssen organisiert. Diese bewirtschaften rund 170.000 ha Wald. In Brandenburg besitzen zirka 93.000 Waldbesitzer und Waldbesitzerinnen jeweils bis zu 10 ha Wald. Gerade dieser Waldbesitz ist prädestiniert, um gemeinsam in einem Zusammenschluss bewirtschaftet zu werden. Aber auch für größere Waldflächen kann diese Form der gemeinsamen Bewirtschaftung von Interesse sein.

Holzpreis europaweit eingebrochen

Durch die Extremwettereignisse der letzten Jahre sind die Waldschäden durch Dürre oder Schädlingsbefall stark gestiegen. Durch die bundesweit hohen Mengen an Schadholz ist der Holzpreis europaweit eingebrochen. Die Waldbesitzenden haben häufig Probleme, Holz überhaupt noch verkaufen zu können. Um trotz der schwierigen Holzmarktlage möglichst vielen forstwirtschaftlichen Zusammenschlüssen die Inanspruchnahme von Förderungen zu ermöglichen, wurde die Zuwendungsvoraussetzung bezüglich der mindestens zu vermarktenden Holzmenge angepasst. Gefördert werden können folgende Maßnahmen: die Geschäftsführung, die Zusammenfassung des Holzangebotes, Informationen für Mitglieder und die Werbung neuer Mitglieder sowie Waldpflegeverträge.

Der Landesbetrieb Forst berät alle Waldbesitzenden kostenfrei zu den unterschiedlichsten Möglichkeiten einer gemeinsamen Waldbewirtschaftung und informiert über die bereits bestehenden Zusammenschlüsse.

Weitere Informationen zur Förderung

Quelle: MLUK Brandenburg