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FNR präsentiert innovative Forsttechnik auf der Agritechnica

Die Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V. (FNR), Projektträger des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL), ist auf der diesjährigen Agritechnica in Halle 26 am Stand E38 zu finden. Schwerpunktmäßig präsentiert sie innovative Forsttechnik, die in vom BMEL geförderten Projekten entwickelt wurde.

Die Agritechnica, die nach eigenen Angaben weltgrößte Messe für Landtechnik, findet vom 12. bis zum 18. November in Hannover statt.

Auf südafrikanischen und brasilianischen Plantagen haben sie sich bereits bewährt: Harvester mit kombinierten Fäll- und Entrindungsköpfen, die die nährstoffreiche Rinde direkt am Ort der Baumfällung im Wald belassen. Die Hochschule Weihenstephan-Triesdorf und das Kuratorium für Waldarbeit und Forsttechnik haben die Technik jetzt für hiesige Forsten angepasst. Das Konzept verspricht gleich mehrere Vorteile: Die Nährstoffe bleiben im Wald, das Transportvolumen verringert sich, im Sägewerk muss nicht mehr extra entrindet werden und es lassen sich rindenfreie Premium-Holzbrennstoffe erzeugen, die weniger Asche und Feinstaub freisetzen. Agritechnica-Besucher können sich am FNR-Stand einen Original-Harvesterfällkopf mit Entrindungswalze anschauen.

Nicht minder innovativ ist die Entwicklung der TU Dresden und der Konrad Adler GmbH: Ihr „Flachlandseilkran“ kann bis zu 6 m lange Stammholzabschnitte ohne Bodenkontakt in ebenem Gelände transportieren. Frostfreie Winter, nicht befahrbare oder munitionsbelastete Gelände sind kein Problem mehr und für Moorrenaturierungen ist das System eine Schlüsseltechnologie. Es besteht aus zwei Masten, Erdankern, einem speziellen Seil mit Seiltrommel und einem extrem leichten, neuartigen Laufwagen. Bis zu 400 m können so frei überbrückt werden, den Aufbau bewerkstelligen zwei Forstarbeiter mit etwas Übung. Am FNR-Stand zeigt ein Film den Seilkran im Einsatz.

Als Exponat dabei ist wieder das große FNR-Bioenergiedorf-Modell. Es verdeutlicht exemplarisch für mittlerweile weit über 100 Orte in Deutschland, wie sich ein kleines Dorf mit erneuerbaren Energien aus Biomasse, Sonne und Wind selbst versorgt. Die Besucher sind eingeladen, über Funktionsknöpfe die Wege der Energie nachzuvollziehen – vom Acker über die Biogasanlage, das Holzheizkraftwerk und das Strom- und Nahwärmenetz bis in die Häuser.

Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe

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