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FNR-Neubau in Gülzow: Win-Win-Projekt der Ökonomie und Ökologie

FNR-Neubau in Gülzow: Win-Win-Projekt der Ökonomie und Ökologie

„Baustoffe aus nachwachsenden Rohstoffen bieten große Potenziale für den Klima- und Ressourcenschutz und schaffen Einkommenschancen im ländlichen Raum. Deshalb wollen wir ihren Anteil im Neubau steigern, dieses Gebäude ist ein hervorragendes Beispiel dafür“, erklärte Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner am 10. Mai anlässlich der Einweihung des neuen Bürogebäudes der Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V. (FNR) in Gülzow. Der Neubau zeigt zudem, dass auch im öffentlichen Bauen ein effizientes Energiekonzept mit Nutzung regenerativer Energien realisierbar ist. Die Mehrkosten für die Wärmedämmung aus nachwachsenden Rohstoffen und die Energieeffizienz-Technologien werden sich in Zukunft auszahlen.

Mecklenburg-Vorpommerns Minister für Landwirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz, Dr. Till Backhaus: „Politische Ziele wie Klimaschutz, Energieeffizienz und Nachhaltigkeit müssen erlebbar und anschaulich umgesetzt werden. Außerdem wird die Energiefrage, die Frage nach Einsparung von Energie bzw. Energieeffizienz noch mehr an Bedeutung gewinnen. Eine Frage, die hier intelligent beantwortet wurde. Die Energieeinsparverordnung 2009 wird in diesem Gebäude sogar um 50 % unterschritten. Damit wird dieser Neubau zu einem Win-Win-Projekt der Ökonomie und Ökologie.“

Für den Neubau des Gebäudes (Bruttofläche 923 m²) wurden neben dem bewährten Baustoff Holz verschiedene weitere Baumaterialien aus nachwachsenden Rohstoffen genutzt. Dazu gehören Holzweichfaserplatten, die Zellulosewärmedämmung sowie Linoleum und Ziegenhaarteppich als Bodenbelag. Neben der Fassade sind auch Fenster, Türrahmen und die Handläufe aus Eichenholz. Das Energiekonzept umfasst eine unterirdische Zisterne mit 196 m³ Löschwasserreserve als Pufferspeicher, selbsterzeugten PV-Strom, eine Heizung mittels Wasser/Wasser-Wärmepumpe sowie oberflächennahe Kompaktsonden, die geothermische Energie liefern. Für Mehrinvestitionskosten von etwa 12 % gegenüber einem konventionellen Gebäude wird hier ein Primärenergieverbrauch für die Beheizung von 26 kWh/(m² a) erreicht.

BMELV/LU MV

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