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Volker Holtkämper

Flüchtlingsunterkünfte aus Holz

Innovativer Holzbau bietet kurzfristig umsetzbare Lösungen, um die Kommunen und Kreise bei der Unterbringung von Flüchtlingen zu unterstüzen.
Der Bedarf an winterfesten und preiswerten Unterkünften ist riesig, Das war die klare Botschaft der über 100 Vertreter aus nordrhein-westfälischen Städten und Gemeinden und Akteuren der Holzbranche auf dem europäischen Holzbaukongress in Köln. Mit der kurzfristig ins Programm genommenen Sonderveranstaltung reagierte der 8. Europäische Holzbaukongress (21./22.10.2015) auf die aktuelle Situation.
Holzbau ist schnell, ressourcenschonend und nachhaltig
„Der entscheidende Vorteil für den Bau von Flüchtlingsunterkünften ist die modulare Vorfertigung von Gebäudeteilen“, berichtete Volker Holtkämper, der für Holzwirtschaft zuständige Fachbereichsleiter von Wald und Holz Nordrhein-Westfalen, der diese Informationsveranstaltung leitete. Auf besonderes Interesse stießen Holzbaukonzepte, die auch eine anspruchsvolle und flexible Nachnutzung ermöglichen.
Der Parlamentarische Staatssekretär Horst Becker (MKULNV) betonte bei der Kongresseröffnung, dass die Schaffung von Wohnraum für Flüchtlinge eine langfristige Aufgabe ist. Kurzfristige Lösungen in Zeltstädten und Containern sind in keiner Beziehung nachhaltig.
„Wohnraum für Flüchtlinge zu schaffen ist Herausforderung und Chance zugleich für den nachwachsenden Baustoff Holz und das Cluster Wald und Holz“, sagte Andreas Wiebe, Leiter von Wald und Holz NRW und sicherte zu, dass Wald und Holz NRW mit seiner Holzbaukompetenz ein engagierter Teil der Problemlösung sein wird. Um den Wohnraumbedarf der Kommunen und die Angebote der NRW Holzwirtschaft besser zusammenzubringen, richtet Wald und Holz NRW mit Partnern der Holzwirtschaft ein Internet-Infoportal und eine Hotline ein. Hier können sich die Planer der Städte und Kreise schon bald kostenlos und unbürokratisch beraten lassen, wie sie ihre Flüchtlingsunterkünfte mit Hilfe der NRW-Holzwirtschaft schnell, preiswert und nachhaltig realisieren können.
Wald und Holz NRW
Fachbereichsleiter von Wald und Holz NRW Volker Holtkämper

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