Holzenergie Holztransport

Mehr Kubik pro Tour

von Heinrich Höllerl

Wenn sich pro Fahrt 11 m3 mehr Ladegut transportieren lassen, ist das ein gutes Kaufargument. Der neue Schubbodenauflieger SDS 390 X-tra Long von Fliegl bietet mit 101 m3 Ladevolumen. Gegenüber herkömmlichen 90-m3-Schubbodenaufliegern bedeutet das ein Plus von rund 12%. Mit 15,25 m Gesamtlänge (14,70 m Innenlänge) wird der X-tra long der Fahrzeugkategorie Lang LKW Typ 1 zugeordnet.

Das Sägewerk Rettenmeier in Wilburgstetten hat im laufenden Jahr schon sechs der großvolumigen Schubbodenauflieger gekauft. Durchschnittlich zweimal pro Tag sind die Lkw mit Sägenebenprodukten zum Kunden unterwegs, auf der Rückfahrt laden sie Brennstoff für die produktionseigenen Kraftwerke. Mit dem zusätzlichen Ladevolumen spart Rettenmeier pro Woche eine Fahrt ein –pro Fahrzeug. Nach nur einem Jahr sool sich so der etwa zehnprozentige Aufpreis wieder amortisiert haben.

Danach soll der Fliegl weiter mit Langlebigkeit und Ausfallsicherheit punkten: Die Verriegelungen bestehen aus Edelstahl, alle beweglichen Teile werden mit temperaturbeständiger Kupferpaste geschmiert, anstelle von herkömmlichem Fett. Das wichtigste Bauteil – der Schubboden – verschleißt durch tägliches Abschütten der Ladung. Fliegl verwendet eine abriebfeste Aluminium-Legierung für die 8 mm starken Bodenprofile. Für besonders abrasive Stoffe ist der Boden optional auch in 10 mm Stärke erhältlich. Der Clou: Verschraubt sind die Alu-Profile mittig im Trailer; ist nach einigen Jahren der untere Teil stärker abgenutzt als der obere, lassen sich die Profile einfach um 180 Grad drehen – und so noch einige Jahre weiter nutzen.

Wie jeder Schubbodenauflieger von Fliegl bietet auch der SDS 390 X-tra Long ab Werk eine dichtgeschweißte Wanne, die ein Durchsickern flüssiger Ladung verhindert. Eine Ablaufrinne am Heckboden gehört ebenso zur Serienausstattung wie die Regenablaufleiste am Heck, die verhindert, dass Regenwasser hinter der Tür in den Laderaum läuft.

Fliegl

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