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Waldbrand-Überwachungssystem aus Brandenburg stößt in Russland auf Interesse

Fire Watch erregt Aufsehen in Brüssel

Das forstliche Informationssystem FICoS sowie das kamerabetriebene Waldbrandfrüherkennungssystem „Firewatch“ wurden als Best-Practice-Beispiele in Brüssel vorgestellt.

Die Europäische Kommission hat Anfang März das Grünbuch „Waldschutz und Waldinformation: Vorbereitung der Wälder auf den Klimawandel“ erarbeitet. Sie ergreift damit die Initiative, um die Forstpolitik auf europäischer Ebene weiter abzustimmen. Die Europäische Union könnte diesen Prozess auch finanziell unterstützen, jedoch beklagt die Kommission den unzureichenden Informationsstand zu den Wäldern Europas durch fehlende oder unkoordinierte Informationssysteme.

Das forstliche Informationssystem FICoS in dem die alle Revierförster vernetzt sind und für Brandenburgs Forstwirtschaft entwickelte Waldschutztechniken wie das kamerabetriebene Waldbrandfrüherkennungssystem „Firewatch“ wurden als Best-Practice-Beispiele in Brüssel vorgestellt. Brandenburgs Wälder werden durch Zunahme der Sommertrockenheit, Erhöhung der Schädlingsgefahr und Waldbrandgefährdung von den Klimaveränderungen negativ beeinflusst. Verstärkte Anpassungsmaßnahmen und Aufwändungen zum Waldschutz werden erforderlich. Das Brandenburger Forstministerium hat das maßgeblich von der EU finanzierte Projekt „Futureforest“ initiiert, in dem acht Partner aus sieben europäischen Ländern anhand von Fallbespielen Strategien zur Anpassung an den Klimawandel erarbeiten.

Die nachhaltige multifunktionale Forstwirtschaft in Brandenburg auf 1,1 Mio. Hektar Waldfläche (Bewaldungsanteil: 37 Prozent) mit über 90.000 Waldbesitzern und 15.000 Beschäftigten im Cluster Forst-Holzwirtschaft spielt eine wichtige ökologische und ökonomische Rolle. Der Umsatz im märkischen Holzgewerbe betrug 2008 mehr als 1,1 Milliarden Euro und auch in der Papier-Zellstoffindustrie mehr als 1,1 Milliarden Euro.
MIL

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