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Finsteres Jahr am schwedischen Forstmaschinenmarkt

Die Zahl der Forwarderverkäufe in Schweden ist 2013 wieder auf das Niveau des Krisenjahres 2009 gefallen. Gegenüber 2012 ist der Markt um 23 % zurückgegangen und erreicht mit 257 Maschinen ein Rekordtief seit Beginn der Statistik im Jahr 2005. Bereits von 2011 auf 2012 war der Markt um knapp 16 % geschrumpft. Das meldet die schwedische Transportagentur. Nur Komatsu und Gremo konnten ihre Verkaufszahlen halten und damit die eigenen Marktanteile steigern – bei Komatsu von 18,8 % auf 24,5 %, Gremo von 3,3 % auf 5,1 %. Den stärksten Rückgang hatte Ponsse zu verzeichnen. Sie sanken von 16,7 % auf 10,9 %. Laut den Herstellern habe der Rückgang schon im Herbst 2012 eingesetzt. Auch die Messe Elmia Wood konnte die Zahlen nur kurzfristig verbessern.

Rottne-Geschäftsführer Rolf Andersson sieht als Ursache die schwache Entwicklung der Säge- und Papierindustrie in Schweden. Die wirtschaftlichen Vorzeichen seien für 2014 aber besser, und so rechne man auch wieder mit besseren Verkaufszahlen für Forstmaschinen. Diese Ansicht teilt auch Eero Lukkarinen von Ponsse Schweden: Zu viele Kurzzeit-Verträge mit ungewisser Auslastung verzögerten die Investitionen der Unternehmer. Aktuell seien die Orderzahlen bei Ponsse jedoch schon wieder wesentlich besser. Ein erstes Anzeichen dafür sei ein Anziehen des Gebrauchtmaschinenmarktes.

In Schweden wurden seit 2005 durschnittlich 328 Forwarder jährlich verkauft; im Rekordjahr 2011 waren es 398. Wie eine Statistik des Maschinenverbandes Maskin Leverantörerna zeigt, liegt die Anzahl der verkauften Harvester in Schweden normalerweise auf dem Niveau der Forwarder.

Elmia/Red.

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