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rentabel, Rentabilität, Forstwirtschaft, Finnland

Finnische Forstwirtschaft war 2019 weniger rentabel

Die private Forstwirtschaft in Finnland war 2019 weniger rentabel als noch im Vorjahr. Das geht aus statistischen Daten hervor, die das finnische Institut für Naturressourcen veröffentlicht hat.

Demnach ging die eingeschlagene Sägerundholzmenge in den finnischen nichtindustriellen Privatwäldern 2019 um 12 % gegenüber dem Vorjahr zurück. Die Preise für Nadelsägerundholz fielen im gleichen Zeitraum um 8 %. Etwas besser sah es beim Industrieholz aus, da die Nachfrage nach Zellstoff hoch blieb. Das Einschlagsvolumen beim Faserholz sank um 5 %, die Preise nur um 1 %.

Ergebnis minus 17 %

In der Folge sank das Betriebsergebnis in den nichtindustriellen Privatwäldern um 17 % auf 128 €/ha oder in Summe 1,76 Mrd. €. Damit liegt es auf dem Niveau von 2017 und immer noch 4 % über dem Fünfjahresdurchschnitt.

In Südfinnland verringerte sich das Betriebsergebnis gegenüber dem Vorjahr um fast 20 % auf 163 €/ha. In Nordfinnland betrug der Rückgang 5 % auf 58 €/ha. Nordfinnland besteht aus den Regionen Nordösterbotten, Kainuu und Lappland.

Kapitalrendite negativ

Die Kapitalrendite in der Holzproduktion ging 2019 auf -0,9 % zurück und war damit zum ersten Mal seit 2012 wieder negativ. Die durchschnittliche Kapitalrendite betrug in den letzten fünf Jahren 6,1 % und in den letzten zehn Jahren 3,5 %. Die Schwankungen der Holzpreise haben die Kapitalrendite im Laufe der Jahre um bis zu über einem Viertel erhöht oder gesenkt. Ohne Änderungen der Holzpreise wäre die die Rendite bei knapp 4 % geblieben.

Luke/Red.

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