Holzenergie

DUH fordert Filterpflicht für Holzheizungen: Fragwürdige Methoden

Bearbeitet von Heinrich Höllerl

Kommentar: Insgesamt in 338 deutschen Kommunen hat die Deutsche Umwelthilfe DUH Anträge auf eine Filterpflicht für Holzheizungen gestellt. Die Begründung: Der emittierte Feinstaub soll für eine gesundheitsschädliche Belastung sorgen.

Dieses Thema treibt die DUH schon lange um und sie hat dafür auch ein EU-gefördertes Projekt „Cleanheat“ durchgeführt, in dem sowohl auf die Problematik hingewiesen wurde als auch Tipps zum richtigen Heizen und zu Filtermöglichkeiten gegeben wurden.

Etwas seltsam war allerdings die Vorgehensweise bei der jüngsten Aktion unter dem Motto „Kein Ofen ohne Filter“. Hier wurden schlichtweg Einzelpersonen dazu aufgerufen, in ihrer Kommune die Forderung nach einer Filterpflicht zu erheben. In dem simpel aufgebauten Online-Tool konnte man völlig willkürlich Ortsdaten eingeben und behaupten, dass man sich dort durch Holzfeuerungen beeinträchtig fühlt. Diese Angaben wurden in keinster Weise verifiziert. Wenig verwunderlich, dass dabei die Städte Berlin, München, Hamburg, Bonn und Freiburg am häufigsten auftauchten. Auf dieser fragwürdigen statistischen Basis wurden dann die Anträge eingereicht.

Kommt die Filterpflicht für Holzheizungen?

Was die DUH (ebenso wie das Bundesumweltamt) dabei geflissentlich ignorieren, ist der Fakt, dass die Feinstaubbelastung in unseren Städten in den vergangenen Jahren kontinuierlich gesunken ist und die gültigen EU-Grenzwerte allenthalben eingehalten werden. Sie wollen noch strengere Feinstaubgrenzen entsprechend einer neuen WHO-Empfehlung durchsetzen. Die angesprochenen Kommunen haben folgerichtig zum größten Teil signalisiert, dass sie derzeit keinen Handlungsbedarf sehen.

Mittelfristig ist damit zu rechnen, dass bei Neuinstallationen von Holz-Einzelöfen oder Holzheizungen eine Filterpflicht kommen wird. Zusätzliche rigide Verbote für Bestandsanlagen und Hetzkampagnen gegen die Holzenergie insgesamt sind allerdings kontraproduktiv, insbesondere in der gegenwärtigen Situation, wo wegen eines befürchteten Gas-Engpasses im kommenden Winter sogar fossile Kohle wieder als Energiequelle in den Fokus rückt.

Heinrich Höllerl