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Andreas Voß, Wald und Holz NRW

Fichtenexport aus NRW weiter steigend

Der Landesbetrieb Wald und Holz NRW hat am 5. Juni seine erste Video-Pressekonferenz abgehalten. Thema war der Export von Fichtenkalamitätsholz nach China. Andreas Wiebe, Leiter Wald und Holz NRW interviewte dazu Andreas Voß, den Teamleiter Holzvermarktung bei Wald und Holz NRW.

Schadholzmenge steigt

In den vergangenen Jahren und ersten fünf Monaten 2020 sind in Nordrhein-Westfalen bislang rund 20 Mio. Fm Schadholz angefallen, der weitaus größte Teil, etwa 16 – 17 Mio. Fm in Form von Käferholz. 2020 sind es bislang 1,8 Mio. Fm Schadholz. Im Gesamtjahr 2020 werden voraussichtlich allein etwa 20 Mio. Fm anfallen.

Fichtenexport steigt ebenfalls

Der Landeswaldanteil in Nordrhein-Westfalen beträgt nur 14%. So liegt der Fichtenexport nach China im Jahr 2019 bei vergleichsweise geringen 300.000 Fm. Für das gesamte Land geht Voss von einer Exportmengen von rund einer Million Fm aus. Bei Wald und Holz NRW wurden etwa 25% des angefallenen Käferholzes exportiert. 2020 werde der Anteil voraussichtlich auf 30% steigen, so Voß.

Kein Geschäft

Ein Geschäft ist der Fichtenexport laut Voss nicht. Der Erlös decke gerade die Kosten. Aber der heimische Sägeholzmarkt ist voll und eine Zwischenlagerung des Holzes in Nass- oder Folienlagern ist bei Käferholz nicht sinnvoll und für die Mengen und die zu erwartende Dauer auch nicht möglich. Sobald in voraussichtlich 2-3 Jahren die Kalamität hoffentlich abklinge werde man sich deshalb aus dem Exportgeschäft wieder zurückziehen.

Container wieder verfügbar

Aufgrund der Corona-Pandemie gab es vor allem im Februar 2020 keine Container am Markt, da in China alle Räder stillstanden und keine Container nach Europa kamen. Inzwischen gebe es wieder ausreichend Container, berichtet Voß. Das Thema Ladungssicherung bei Holztransporten im Container, das im Herbst 2019 kurz hochgekocht ist, ist laut Andreas Voß noch nicht komplett verarbeitet. Allerdings sei ihm aus dem laufenden Jahr kein Fall bekannt, in dem ein Containerzug angehalten worden sei, so Voß weiter.

Marc Kubatta-Große/WuH NRW

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