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Wie beugt man Waldbränden vor, wie bekämpft man sie? Was passiert nach einem Waldbrand? Antworten gab die FNR-Fachtagung Waldbrand
Wie beugt man Waldbränden vor, wie bekämpft man sie? Was passiert nach einem Waldbrand? Antworten gab die FNR-Fachtagung Waldbrand

Feuerschutz – FNR Fachtagung Waldbrand

06. Juni 2023
Häufigere heiße und trockene Wetterlagen lassen die Wahrscheinlichkeit von Waldbränden steigen. Am 9. und 10 Mai fand deshalb die Fachtagung Waldbrand der Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe (FNR) statt.

Im Zusammenhang mit der Waldbrandprävention gewinnt die räumliche Ordnung im Wald an Bedeutung. „Wichtig in Waldgebieten sind klare Linien, an denen ein Brand aufgehalten werden und von wo die Brandbekämpfung starten kann“, erklärt Feuerökologe Alexander Held, der das FNR-Projekt WKR (Waldbrand – Klima – Resilienz) leitet. An diesen Linien muss einem möglichen Brand von vornherein das Brennmaterial entzogen werden.

Zur Waldbranderkennung sind heute Kamerasysteme zur Waldbranddetektion üblich. Auch Satelliten können Waldbrände mittlerweile innerhalb von Sekunden erkennen. Neu ist die automatisierte Waldbranderkennung wie mit dem System der Firma Dryad. Per Bosch-Sensor erschnuppern ihre Geräte bereits winzigste Rauchpartikel.

Ohne Wasser löschen

Wenn Hubschrauber und Löschflugzeuge ihre Wassermassen über Waldbränden niedergehen lassen, ist das spektakulär. „Machen Sie sich aber nichts vor“, sagt dazu Alexander Held: „Einen Waldbrand kriegen Sie nicht aus der Luft gelöscht.“ Es ist also Löscharbeit am Boden gefragt, und zwar zunehmend ohne Wasser, denn das wird knapp.

Das Problem: Viele Feuerwehren haben zu wenige bis gar keine Kenntnisse in der wasserfreien Waldbrandbekämpfung. Aber es gibt auch positive Beispiele, etwa das Freiburger Modell, das vom Zentrum für Globale Feuerüberwachung (Global Fire Monitoring Center) entwickelt wurde.

Nach dem Brand

Die letzte Frage war, wie eine Waldbrandfläche nach dem Brand behandelt werden soll. Die abgestorbenen Bäume räumen? Oder alles stehen lassen? Oder teilweise räumen? Pflanzen oder nicht, und wenn ja, wann? Ja, und wie schützt man die eingebrachten Pflanzen vor Wildverbiss?

Antworten geben die ersten Ergebnisse aus dem Projekt Pyrophob. Demnach stellt sich Naturverjüngung auf den Brandflächen ein, unabhängig von der Flächenbehandlung. Die toten Kiefern auf der Waldbrandfläche in Treuenbrietzen waren bereits nach drei Jahren komplett umgefallen. Wer Wirtschaftsbaumarten einbringen will, hat also nur zwei Jahre Zeit.

Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Forst & Technik 6/2023, die am 1. Juni erschienen ist, und wie immer in unserem Digitalmagazin.