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Feucht-kühler Sommer bekommt dem Wald gut

Feucht-kühler Sommer bekommt dem Wald gut

Die niedersächsischen Waldbesitzer sind mit der feucht-kühlen Witterung sehr zufrieden. Sie müssen sich kaum Sorgen um ihren Bestand machen, da die Waldbrandgefahr durch die Feuchtigkeit deutlich geringer ist. Nach Umfragen des Landvolk-Pressedienstes bekommt den Bäumen die gute Wasserversorgung bestens, sie sind sehr vital. Zudem sind sie in einem gewissen Maße auch widerstandsfähiger gegenüber Insekten, beschreibt Dr. Martin Rohde von der Nordwestdeutschen Forstlichen Versuchsanstalt in Göttingen. Gleichzeitig fühlen sich Insekten bei dieser Witterung nicht wohl. Borkenkäfer vermehren sich bei hohen Temperaturen explosionsartig, bei Feuchtigkeit dagegen „verpilzt“ ihre Brut jedoch verstärkt und geht zugrunde, schildert Steffen Hartig vom Waldbesitzerverband Niedersachsen. Trockene Jahre bedeuten besonders für Laubbäume immer Stress, während ihr Belaubungszustand in Jahren mit guter Wasserversorgung häufig sehr gut ist. Die Waldbesitzer können sich also über einen guten Zustand ihrer Bestände freuen. Genauere Daten dazu liefert der Waldzustandsbericht, für den momentan die Erhebung läuft. Er wird im November veröffentlicht.
Die feucht-kühlen Bedingungen kommen auch den neu gepflanzten Bäumen zugute. Obwohl der Frühling recht trocken und warm war, konnte die Witterung der vergangenen Wochen Verluste noch ausgleichen. Nach der Pflanzung muss sich zunächst das Feinwurzelwerk entwickeln. Trockene Phasen behindern die Wasseraufnahme der jungen Bäume. Die Regenschauer dagegen sind dem Waldnachwuchs gut bekommen.
 
Landvolk Presse Dienst

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