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Festveranstaltung zum 250. Geburtstag von Georg Ludwig Hartig

Aus Anlass des 250. Geburtstages von Georg Ludwig Hartig fand am 2.9.2014 in seiner Geburtsstadt Gladenbach eine Festveranstaltung mit 250 Gästen statt. Hartig gilt als bedeutender „forstlicher Klassiker“ und als einer der Begründer des Gedankens der forstlichen Nachhaltigkeit.
Die Ministerin für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz des Landes Hessen, Priska Hinz, würdigte in einer Ansprache die Verdienste Hartigs. Sie nutzte die Gelegenheit, die aktuelle Forstpolitik der hessischen Landesregierung vorzustellen. „Die Neuausrichtung der Landesrichtlinien zur Waldbewirtschaftung sind ganz im Sinne Georg Ludwig Hartwigs. Er würde sich darüber sicherlich freuen. Denn mit der schrittweisen Zertifizierung des hessischen Staatswaldes nach den FSC-Kriterien erreichen wir eine neue Stufe in der nachhaltigen Bewirtschaftung der heimischen Wälder.“ Die FSC-Zertifizierung des Staatswaldes zeichne sich besonders durch die Stilllegung von bis zu 8 % der Fläche und der Stärkung des Bannwaldschutzes aus.
Carsten Wilke, Vorstandsvorsitzender der Georg-Ludwig-Hartig-Stiftung, betonte: „Durch seinen unermüdlichen Einsatz machte Georg Ludwig Hartig die Nachhaltigkeit zum Leitprinzip der Forstwirtschaft. Sein Einfluss auf eine geregelte, langfristige Bewirtschaftung der Wälder in Deutschland und der Welt ist nicht zu unterschätzen.“
Die Festredner Dr. Joachim Hamberger von der Bayrischen Führungsakademie für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten und Prof. Dr. Norbert Weber von der TU Dresden referierten über die Bedeutung Hartigs für die Entwicklung eines forstlichen Berufsbildes und die Nutzung von Holz als wichtigster nachwachsender Rohstoff im gesamtgesellschaftlichen Kontext.
Georg-Ludwig-Hartig-Preis verliehen
 
Im Rahmen der Feier wurde Prof. Dr. Klaus-Peter Rödig der mit 5.000 € dotierte Georg-Ludwig-Hartig-Preis verliehen.
Rödig hat sich in seinem Berufsleben in vielfältiger Weise um den Wald und die multifunktionale, nachhaltige Forstwirtschaft in Hessen verdient gemacht. Seine Fähigkeit, komplexe Zusammenhänge im Ökosystem Wald zu erkennen, aus ihnen Schlussfolgerungen zu ziehen und diese einer größeren Öffentlichkeit näherzubringen machte neben der wirkungsvollen, umfassenden Arbeit in zahlreichen Bereichen und Funktionen seine Würdigung aus.
Der Vorsitzende des Stiftungsrates, Dr. Berthold Riedesel Freiherr zu Eisenbach, würdigte in seiner Laudatio die Leistungen von Prof. Dr. Rödig. Er habe sich aus Sicht der Georg-Ludwig-Hartig-Stiftung in besonderem Maße um die Nachhaltigkeit im Sinne Hartigs verdient gemacht hat.
Hartig-Ausstellung eröffnet
Gleichzeitig mit der Veranstaltung wurde eine Ausstellung über Georg Ludwig Hartig eröffnet, welche über sein Leben und Wirken informiert.
Die Georg-Ludwig-Hartig-Stiftung ist eine landeseigene Stiftung. Sie vergibt den Preis alle zwei Jahre und fördert die Stiftung „Arbeiten forstlicher Nachwuchskräfte“, die im Sinne des Nachhaltigkeitsgedankens tätig sind. Um das literarische Werk Hartigs eine breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen, sammelt und veröffentlicht die Stiftung außerdem die Bücher Hartigs.
Georg Ludwig Hartig wurde 1764 im hessischen Gladenbach geboren. Er wirkte als Oberförster in Hungen, war Landforstmeister im damals nassauischen Dillenburg, Oberforstrat in der württembergischen Forstverwaltung und ab 1811 Leiter der preußischen Forstverwaltung. 1821 richtete er an der Universität in Berlin einen Lehrstuhl für Forstwirtschaft ein, aus dem wenige Jahre später die Forstliche Hochschule Eberswalde wurde. Nach dem Tod Hartigs 1837 wurde sein Grab auf dem Dorotheenstädtischen Friedhof in Berlin vom Senat der Stadt als Ehrengrab gewidmet.
MUKLV Hessen

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