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Fertighäuser liegen auf Rekordkurs

Der Bundesverband Deutscher Fertigbau (BDF) hat die Ergebnisse seiner aktuellen Wirtschaftsumfrage vorgestellt (18.10.2019): Holz-Fertighäuser liegen demnach auf Rekordkurs.

Insgesamt 91 % der befragten Fertighaushersteller bewerten die aktuelle Geschäftslage als gut, die restlichen 9 % als „befriedigend“. 83 % rechnen in den kommenden sechs Monaten mit einer gleichbleibenden Geschäftslage, 13 % mit einer noch besseren Branchenkonjunktur.

Insgesamt betrug der Branchenumsatz der BDF-Unternehmen im vergangenen Jahr 2,89 Mrd. €. Für das laufende Jahr wird ein erneuter Umsatzanstieg um 2,8 % auf einen Rekordwert von 2,97 Mrd. € erwartet, gab der Verband bekannt. Und auch die Anzahl der Mitarbeiter dürfte weiter wachsen. Hier wird ein Anstieg von 13.328 auf knapp 14.000 bis Ende 2019 erwartet. Viele Unternehmen sind mit ihren Aufträgen bereits für ein Jahr im Voraus ausgelastet.

In diesem Jahr wurden laut amtlicher Statistik von Januar bis Juli 59.397 Ein- und Zweifamilienhäuser genehmigt, davon 12.208 in Fertigbauweise. Während der Fertigbau gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 6,3 % zulegte, verzeichnete der Gesamtmarkt einen Rückgang um 0,7 %. Die bundesweite Fertigbauquote stieg dadurch auf einen Höchstwert von 20,6 %.

Marktanteile

Noch deutlich höher liegt der Marktanteil in einzelnen Bundesländern – allen voran in Baden-Württemberg mit 37,1 %, in Hessen mit 30,5 %, in Rheinland-Pfalz mit 24,7 % und in Bayern mit 23,9 %. Bei den absoluten Zahlen liegt Bayern mit 3.267 neu genehmigten Fertighäusern an der Spitze, gefolgt von Baden-Württemberg mit 2.700 und Nordrhein-Westfalen mit 1.213 genehmigten Fertighäusern.

Das Kernprodukt der BDF-Unternehmen ist das frei geplante, schlüsselfertige Ein- oder Zweifamilienhaus mit einem durchschnittlichen Auftragsvolumen von rund 300.000 €. Der Anteil an Ausbauhäusern, bei denen der Bauherr die Kosten für sein Fertighaus durch Eigenleistungen senken kann, liegt bei 13 %. Zu den häufigsten Merkmalen neuer Fertighäuser gehören etwa eine Putzfassade (87 %) und die Wärmepumpe (81 %). Dank effizienter Heiztechnik und intelligenten Konstruktionen erreichen deutlich mehr als 80 % der Häuser einen besonders sparsamen und klimafreundlichen Energiestandard. 58 % der Bauherren sind Familien mit Kindern.

Red./Quelle: BDF/FT

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