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Frauen in der Forstbranche, wie hier Madlen Schubert, Deutsche Vizeforwardermeisterin von 2016, sind nicht mehr so selten wie früher. Aber in Führungspositionen sind sie eher die Ausnahme..

Fem4Forest – Projekt zur Stärkung von Forstfrauen

Irgendwie passt es nicht zusammen – viele Waldbesitzungen sind in Frauenhänden, aber in den verschiedensten Führungsgremien von forstlichen Interessensvertretungen und Gemeinschaften finden sich fast ausschließlich Männer. Um das zu ändern, wurde durch das Interreg Danube Transnational Programme das Projekt „ Fem4Forest “ auf die Beine gestellt und mit  1,62 Mio. € finanziert.

In den verschiedensten Führungsgremien der Forstbranche sind kaum Frauen zu finden, Waldbesitzerinnen gibt es jedoch einige. Diese Dissonanz nahmen die Forstfrauen mit Dagmar Karisch-Gierer und der Waldverband Steiermark als Anlass, um auf europäischer Ebene ein Projekt erfolgreich zu initiieren. „Fem4Forest“ startete am 1. Juli 2020 mit unterschiedlichsten Partnerorganisationen aus zehn Ländern des Donauraumes u. a. Slowenien, Kroatien, Tschechien, Bulgarien und Östrreich. Das Projekt läuft bis Ende Dezember 2022.

Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit der Forstbranche

Diese Initiative verfolgt das Ziel, Waldbesitzerinnen bei der Steigerung des Einkommens aus ihrem Wald und Forstmitarbeiterinnen beim Gehen ihres Berufsweges in der Forstbranche zu unterstützen. Forstfrauen und Waldverband erhoffen sich dadurch eine maximale Nutzung der Potenziale und eine facettenreichen Sichtweise auf Themen und Herausforderungen, mit denen Frauen in der Forstwirtschaft konfrontiert sind. Der übergeordnete Beitrag des Projekts liegt in der Steigerung der Innovations- und Wettbewerbsfähigkeit der Forstbranche, der Regionen und der Länder des Donauraums.

Unterstützung durch Mentoring- und Schulungsprogramme

Durch das Erkennen eigener Stärken und Fähigkeiten und mit Unterstützung eines Mentoring- und Schulungsprogrammes werden Frauen in der Forstwirtschaft ihre besonderen Kompetenzen bewusst gemacht. Gesteigertes Selbstbewusstsein und gestärkter Mut sollen dazu führen, dass sich Frauen vermehrt in die Bewirtschaftung ihrer Wälder einbringen. Mitarbeiterinnen in forstlichen Organisationen sollen sich höhere Positionen zutrauen, diese auch einfordern. Ziel ist es, dass sie sich zukünftig als Führungskräfte und Gestalterinnen in forstlichen Gemeinschaften, Organisationen und Unternehmen wiederfinden.

Viele Vereine und Betriebe involviert

Mit dem gemeinnützigen Regionalverein nowa aus Graz, der sich äußerst engagiert mit Gleichstellungsfragen auseinandersetzt, ist eine Organisation im Netzwerk des Projekts involviert, die ihre Expertise und Kompetenz im Bereich Genderthematiken, Mentoring und Weiterbildung einbringen wird. Die Bildungsinitiative INA der Landarbeiterkammer Steiermark und die Fachschule Grabnerhof unterstützen dieses Vorhaben. Auch Forstpflanzenzüchter Lieco ist beteiligt und sorgt zusammen mit den anderen für eine Verbreitung der Projektergebnisse auf verschiedenen Ebenen.

Nach Beendigung des Projektes stehen der Forstwirtschaft erfolgreiche Modelle, die im Rahmen von Pilotaktionen erarbeitet und erprobt wurden, zur Verfügung. Diese sollen nachhaltig für die Stärkung von Frauen in der Forstwirtschaft sorgen.

 

Mehr zum Thema: die Forstfrauen – das Netzwerk

Lesen Sie hier mehr über Interreg Danube Transnational Programm

Quelle: Forstfrauen

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