Felix Hermann ist der neue Revierleiter in Regenhütte und kümmert sich ab jetzt um die Klimawaldpflanzungen seines Vorgängers. Hermann folgt auf Till Clos, der zum Nationalpark Bayerischer Wald gewechselt ist.
In einer ersten Zwischenbilanz zu neuen Baumpflanzungen im bayerischen Staatswald teilen die Bayerischen Staatsforsten mit, dass über 1,5 Mio. zusätzliche Klimawaldbäume seit Oktober 2020 zur Bewältigung des Klimawandels gepflanzt und gesät wurden.
Dazu Jürgen Völkl, Forstbetriebsleiter in Bodenmais: „Auch als nahezu reiner Naturverjüngungsbetrieb leisten wir im Forstbetrieb Bodenmais unseren – wenn auch ganz bescheidenen – Beitrag. Im letzten Herbst haben wir hier rund sechstausend Bäumchen gepflanzt: Edelkastanien, Eiben, Spitzahorn, Stieleichen und Traubeneiche, aber auch etliche Douglasien – abhängig vom jeweils passenden Standort.“
Mancher wird sich fragen: Was macht diese Baumart aus Amerika im Bayerischen Wald? Douglasien gab es in Mitteleuropa schon vor der Eiszeit, allerdings gingen sie im „Ewigen Eis“ verloren. Schon die forstlichen Vorväter wussten dies und haben um die letzte Jahrhundertwende überall im Bayerischen Wald immer wieder kleinere oder größere Douglasien-Gruppen gepflanzt – mit Erfolg, wie die jetzt über 100-jährigen, teils weit über 40 Meter hohen Altbäume neben der Naturverjüngung zeigen. Auch neue Forschungsergebnisse zeigen, dass die Douglasie an geeigneten Standorten als Mischbaumart im künftigen Klimawald eine wichtige Rolle spielen kann und wird.
Die sogenannte Forsteinrichtung für den Forstbetrieb Bodenmais sieht jedenfalls jährlich die Pflanzung von 15 ha Douglasien vor, anteilig auch im Revier Regenhütte an der Ostseite des Arbermassivs. Hier hat Revierleiter Till Clos im letzten Herbst unter anderem fachgerecht mehrere hundert Douglasienbäumchen pflanzen lassen, bevor er dann 2021 zum Nationalpark Bayerischer Wald gewechselt ist.
Hermann folgt auf Clos
Nachfolger ist nun Felix Hermann. Der 32-jährige, in Wasserburg geboren, aber seit langem in Grafenau beheimatet, hat nach Schule, Studium und Anwärterzeit bei den BaySF im Zentrum für Energieholz angefangen. Anschließend war er von 2017 bis 2020 als Revierleiter im Revier Rott am Inn des Forstbetriebs Schliersee tätig. Als dann das Revier Regenhütte neu ausgeschrieben wurde, hat er sich in den Bayerwald zurückbeworben, und tritt nun voller Elan in die Fußstapfen von Vorgänger Clos.
„Vor allem die ‚Klimawald-Douglasien‘ liegen mir am Herzen“, erklärte Hermann, „sie brauchen einen besonderen Schutz: Rehböcke fegen ihr Gehörn mit Begeisterung an den wohlriechenden, weich benadelten Bäumchen – sehr zum Verdruss meines Waldarbeiter-Teams, und auch von mir. Deshalb schlagen wir links und rechts neben jede Douglasie als sogenannten Fegeschutz zwei Robinien-Stäbe in den Boden – rau und mit scharfen Ecken vermiesen sie dem Bock den Fegespaß.“