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Netzausbau nur mit wiederkehrenden Vergütungen für Flächeneigentümer

Der Verband Familienbetriebe Land und Forst e.V. begrüßt die von der bayerischen Staatsregierung vorgelegten Leitlinien für eine wiederkehrende Vergütung beim Bau von Stromtrassen.

„Das ist ein deutliches Signal und gibt den Grundstückseigentümern Rückenwind für zukünftige Verhandlungen“, kommentiert Wolfgang v. Dallwitz, Geschäftsführer Familienbetriebe Land und Forst e.V.
Die aktuelle Entschädigungspraxis der Bundesregierung sieht lediglich eine einmalige Kompensation für Flächeneigentümer vor. „Eine einmalige Entschädigung wird den Einschränkungen, die mit dem Stromleitungsbau verbunden sind, nicht gerecht. Wo Leitungen verbaut sind, können Land- und Forstwirte nicht mehr wirtschaften wie zuvor. Deshalb sollte es eine wiederkehrende, jährliche Vergütung für die laufende Beanspruchung der Fläche geben, ähnlich wie bei Pacht und Miete bzw. bei Konzessionsverträgen“, so v. Dallwitz weiter. Wie auch die Landesbauernverbände fordert der Verband Familienbetriebe Land und Forst die Bundesregierung dazu auf, schnellstmöglich eine rechtliche Grundlage für die wiederkehrenden Vergütungen zu schaffen.
Das bayerische Kabinett schlug in ihrer Rahmenvereinbarung nicht nur eine Erhöhung der Dienstbarkeitsentschädigung sowie eine Anhebung des Beschleunigungszuschlags vor, sondern auch eine höhere Aufwandspauschale etwa für administrativen und zeitlichen Aufwand und eine Entschädigung für alle Baufolgeschäden wie Ernteausfälle. „Diese Vorschläge kommen den hunderten betroffenen Land- und Forstwirten sehr entgegen, müssen doch einige von ihnen sogar einen wirtschaftlichen Totalentzug der Fläche hinnehmen.“
Familienbetriebe Land und Forst e.V.

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