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Faktenbasierten Klimaschutz mit Wald und Holz voranbringen!

Das Bundesumweltministerium plant Klimaschutzplan 2050 ohne Anhörung der Hauptbetroffenen

Der Deutsche Forstwirtschaftsrat (DFWR) fordert eine ambitionierte Strategie unter Berücksichtigung der Klimaschutzleistungen und -pozenziale von Wald und Holz.
„Wir begrüßen die klare Haltung des Bundeslandwirtschaftsministers Christian Schmidt zum Klimaschutzplan 2050 und stehen als Branche geschlossen hinter ihm. Ambitionierter Klimaschutz kann nicht unter unangemessenem Zeitdruck und ohne entsprechende Berücksichtigung umfassender wissenschaftlicher Erkenntnisse gelingen!“, so Georg Schirmbeck, Präsident des Deutschen Forstwirtschaftsrates (DFWR).

Der DFWR hat in den vergangenen Wochen und Monaten wiederholt darauf hingewiesen, dass die ambitionierten Klimaschutzziele von Paris für den Fortbestand unserer Wälder sowie eine lebenswerte Zukunft essentiell sind. Deshalb befürwortet der DFWR ausdrücklich die Initiative der Bundesregierung, den Klimaschutz als prioritäres Staatsziel im globalen Kontext zu verfolgen. Die Bundesregierung schafft damit die Grundlagen für eine nachhaltige Wald- und somit Gesellschaftsentwicklung. Der vom Bundesumweltministerium vorgelegte Entwurf des Klimaschutzplans 2050 lässt wesentliche Beitragsmöglichkeiten des waldbasierten deutschen Wirtschaftsclusters Forst und Holz jedoch unberücksichtigt.
Das Dokument ist somit nicht geeignet, dem Anspruch eines bundesdeutschen Leitbildes bzw. Maßstabes gerecht zu werden. Die gegenwärtigen Positionen widerstreben nicht nur vielfach den Klimaschutzzielen, sondern gefährden den Schutz und die nachhaltige Bewirtschaftung des Waldes als das für die Lebensraumsicherung und den Klimaschutz bedeutungsvollste Landökosystem.
 
„Wir haben dem Bundesumweltministerium unsere guten Argumente, die auf gesicherten wissenschaftlichen Erkenntnissen basieren, an verschiedenen Stellen mitgeteilt. Wir wollen nicht Klimaschutz verhindern, sondern zusätzliche Klimaschutzpotenziale einbringen. Es scheint aber so, als wolle Umweltministerin Hendricks einen Klimaschutzplan ohne die Anhörung der Hauptbetroffenen verabschieden. Ich kann nur noch einmal an das Umweltministerium appellieren, den Alleingang zu beenden, unsere Argumente aufzunehmen und damit die Klimaschutzeffekte des Klimaschutzplans 2050 erheblich zu steigern. Dies wäre im Sinne eines international beispielgebenden Klimaschutzes und damit einer nachhaltigen Entwicklung von Wald und Menschheit!“, so Präsident Schirmbeck weiter.
Der Deutsche Forstwirtschaftsrat (DFWR) ist die repräsentative Vertretung aller mit der Forstwirtschaft und dem Wald befassten Akteure in der Bundesrepublik Deutschland und setzt sich für die Interessen und Belange einer nachhaltigen Forstwirtschaft ein. Nachhaltige Forstwirtschaft bedeutet für den DFWR, dass Pflege und Bewirtschaftung der Wälder im Interesse ihres gesunden, stabilen und leistungsfähigen Zustandes, ihrer Multifunktionalität durch Nutzung, Schutz und Erholung und im Interesse der Landeskultur und des Umweltschutzes erfolgen – in der Gegenwart und in der Zukunft. Dies ist die Basis für rund 2 Millionen Waldbesitzer in Deutschland, die eine Waldfläche von 11,4 Mio. ha – das sind rund 32 % des Bundesgebietes – bewirtschaften.
 

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