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Fahrplan für KUP-Holzenergie in Europa

Fahrplan für KUP-Holzenergie in Europa

Biomasse gewinnt als erneuerbare Energie zunehmend an Bedeutung in Europa. Um den wachsenden Bedarf von Biomasserohstoffen als Energieträger zu decken, werden Kurzumtriebsplantagen (KUP), in denen schnell wachsende Bäume in kurzen Rotationsperioden angebaut werden, immer populärer.
Die mögliche Anerkennung von KUP als sog. Greening-Maßnahmen im Rahmen der EU-Agrarpolitik und die damit verbundene Besserstellung kann dem Sektor weiter Aufwind geben. 
ROKWOOD ist ein EU-finanziertes Projekt, das den Anbau und die effektive Nutzung von KUP in europäischen Regionen fördert. Ziel ist, lokale Barrieren bei der Entwicklung von Biomasseregionen in Europa zu überwinden. Eines der vorrangigen und bereits erreichten Projektergebnisse ist ein Fahrplan zur Stärkung der Branche in Europa.
Der Fahrplan
Basierend auf der Analyse der Rahmenbedingungen wurden von dem Konsortium sechs Handlungsfelder identifiziert, die für den Erfolg von Kurzumtriebsplantagen besonders wichtig erscheinen. Dazu gehören die Durchführung von Pilot- oder Demonstrationsprojekten in besonders geeigneten Regionen, die Verbesserung des Wissensaustausches zwischen den Akteuren, der Aufbau einer Interessenvertretung auf EU-Ebene sowie regelmäßige Informations- und Demonstrationsveranstaltungen.
Die Aktionen beginnen bereits im Rahmen von ROKWOOD, das genaue Vorgehen wurde in einem gemeinsamen Aktionsplan festgelegt. Basierend auf der Analyse der politischen, wirtschaftlichen und sozialen Bedingungen für Kurzumtriebsplantagen wurden verschiedene Hürden identifiziert, die in allen beteiligten Ländern auftraten und daher auf europäischer Ebene überwunden werden sollen. Dazu gehören die grundsätzlich eher geringe Bekanntheit von Kurzumtriebsplantagen und das geringe Fachwissen potenzieller Akteure, die oftmals fehlende oder unvollständige KUP-Infrastruktur sowie die geringe politische und finanzielle Unterstützung.
Der Marktplatz
Die Partner in ROKWOOD sind davon überzeugt, dass sich Kurzumtriebsplantagen nach der Überwindung der identifizierten Hürden ökonomisch als eine attraktive Alternative zu anderen Flächennutzungen darstellen werden. Auf der Projektwebsite ist ein Marktplatz für KUP-Akteure und alle anderen Interessenten zugänglich. Angemeldet haben sich bereits 86 Akteure von der Produktion bis zur Nutzung von Holzenergie.
Die Forschungscluster
ROKWOOD unterstützt die Kooperation der sechs teilnehmenden europäischen Forschungscluster in Schweden, Spanien, Deutschland, Polen, Irland und Großbritannien. Hierdurch sollen die Forschung, die technische Entwicklung und die Resonanz im Markt verbessert werden. Jedes Cluster hat mindestens drei Partner, zusammengesetzt aus wenigstens einem Forschungsinstitut, einem KMU und einer Behörde. Das Projekt wird durch das Programm „Regions of Knowledge“ im Rahmen des 7. Forschungsrahmenprogramms der Europäischen Union gefördert.
Die Partner
Die Partner sind neben dem ttz Bremerhaven die Regionale Planungsgemeinschaft Altmark und die Agraligna GmbH aus Deutschland, Mazovia Agriculture Advisory Centre/Warsaw, Gmina Zaluski und EKSPERT – SITR Sp. Z o. o. aus Polen, Andalusian Institute of Agrarian Research and Training, Fisheries, Food and Organic Production, Granada Energy Agency, BIOAZUL und ASAJA Granada (a farmers’ association) aus Spanien, Centre for Sustainable Energy, Dorset County Council und Crops for Energy aus Großbritannien, SP Technical Research Institute of Sweden, Scania’s Association of Local Authorities und SalixEnergi Europa AB aus Schweden, ebenso wie Dublin Institute of Technology, Biotricity Limited und Western Development Commission aus Irland.
Neben diesen Partnern ist die EUBIA (European Biomass Industry Association) dem Konsortium beigetreten, um eine Verbreitung der Projektergebnisse an die Stakeholder zu gewährleisten.
Eine Zusammenfassung des ROKWOOD „Joint Action Plan“ ist auf der Projekthomepage abrufbar
ttz Bremerhaven

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