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Fachtagung Holzenergie in Rottenburg

Die Holzenergie ist eine tragende Säule der Energiewende. 70 % der erneuerbaren Primärenergiebereitstellung stammt aus der Biomasse. Zum Vergleich: die Photovoltaik und Solarthermie zusammen bringen es gerade auf 9 %.

Dennoch scheint das Renommee der Holzenergie im Vergleich zu Windkraft, Solar und Geothermie hinterher zu hinken. Die Potenziale der Holzenergie zur Substitution der fossilen Energieträger werden deutlich unterschätzt.
Vor diesem Hintergrund fand am 21.4.2015 die 16. Mitgliederversammlung des Holzenergie-Fachverbandes (HEF) an der Hochschule für Forstwirtschaft Rottenburg statt. Auch hier wird der HEF nicht müde die Bedeutung der Holzenergie, insbesondere im Süden der Republik, hervorzuheben. Der Fachverband versteht die Holzenergie dabei als Querschnittsthema das viele aktuelle Themen wie eine Spange umfasst: Natur- und Artenschutz, Forstwirtschaft, Emissionsschutz, Effizienzsteigerung, Herstellung der Unabhängigkeit von fossilen Energieträgern, Energieeinsparung, Ressourceneinsparung und -wiederverwertung, sowie Sicherung von Arbeitsplätzen und regionale Wertschöpfung.
Verschlankung der Vorstandsstruktur 
Um politische Entscheidungsprozesse der vorgenannten Themen weiterhin effizient und schlagkräftig mit gestalten zu können, haben die Mitglieder einstimmig eine Verschlankung der Vorstandsstruktur beschlossen. Mit zukünftig fünf statt bis zu zehn Vorständen ist der stimmberechtigte Vorstand nun kleiner und noch schlagkräftiger. Zum Vorstand gewählt wurden neben dem Vorstandsvorsitzenden Prof. Harald Thorwarth (Hochschule Rottenburg) und seinem Stellvertreter Anton Laub (BiomasseEnergieNetzwerk eG Ulm), Dipl.-Ing. Andreas Groll (KWB Die Biomasseheizung, Rottenburg) Dr. Rainer Schrägle (Technologica, Rutesheim) und Frank Scholl (STEAG New Energies, Saarbrücken ).
Der HEF kann sich der Mitarbeit der ausscheidenden Vorstände weiterhin sicher sein, welche überwiegend auch dem zukünftigen, erweiterten aber nicht stimmberechtigten Vorstand zur Verfügung stehen.
 
Holzenergie im Bundesverband künftig mit eigener Fachgruppe
Mit der zunehmenden Bedeutung der Europa- und Bundespolitik für die regionale Entwicklung der Holzenergie in Baden-Württemberg, hat sich der HEF an einer Strukturreform des Bundesverband BioEnergie (BBE) beteiligt, um der Bedeutung der Holzenergie in diesem Dachverband Gewicht zu verleihen. Die Holzenergie ist dort zukünftig in einer eigenen Fachgruppe vertreten und wird maßgeblich durch Vertreter aus dem HEF geführt und vertreten.
Politik erkennt (wieder) die Bedeutung der Holzenergie
In einem Grußwort unterstreicht Prof. Bastian Kaiser, Rektor der Hochschule für Forstwirtschaft, dass die Holzenergie im Rahmen der Energiewende nicht etwa am Ende der Leistungsfähigkeit, sondern gerade erst anfängt, ihrer Bedeutung und des Potenzials bewusst zu werden. Am Beispiel der Entwicklung des Hochschulstandortes, welcher seit 2007 mit neuen Studiengängen wie „Erneuerbare Energien“ die Studentenzahlen um das Dreifache hat anwachsen lassen, verdeutlicht Kaiser, dass die Bedeutung der Holzenergie zunimmt und die Politik gerade beginnt, dies – wieder – zu erkennen.
Prof. Harald Thorwarth stellt im anschließenden öffentlichen Teil der Tagung fest, dass Baden-Württemberg am Anfang der Energiewende steht. Thorwarth benennt Bausteine, die in einem langfristigen Konzept ein gemeinsames Fundament für die Energiewende bilden müssen. Die Holzenergie ist dabei ein wichtiger Baustein, was durch den HEF mit der Politik und in Workshops und Tagungen sowie Veröffentlichungen diskutiert und kommuniziert wird.
In der anschließenden Diskussion wird die Bedeutung integrierter Energiekonzepte herausgestellt. Hierbei spielen Fern- und Nahwärmenetze eine zentrale Rolle, die in der Lage sind, unterschiedliche Wärmequellen zu nutzen und einen Ausgleich zwischen Wärmeangebot und Wärmenutzung effizient zu bewerkstelligen.
Holzenergie-Fachverband

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